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Feb 272015
 

Möhrensuppe nach Moro – gegen Durchfall

Muss es immer die chemische Keule sein, um Unpässlichkeiten zu Bekämpfen? Auch alte Mittel haben noch ihre Berechtigung – mit einfachsten Mitteln lassen sich manche Krankheiten bekämpfen.

Durchfall war früher auf Grund der damit einher gehenden Austrocknung eine häufige Todesursache, besonders bei kleinen Kindern. Der spätere Chef der Kinderklinik in Heidelberg, Ernst Moro, fand im Jahr 1908 ein überzeugendes und einfaches Mittel, um dies drastisch zu senken: Möhrensuppe!

Hier das einfache Rezept:

Rezept Moro-Suppe

  • 500 g Möhren
  • 1 l Wasser
  • 3 g Salz

Die Möhren werden geschält, grob geschnitten und im Wasser mindestens eine Stunde gekocht, Anschließend durch ein Sieb streichen bzw. pürieren. Nun 3 g Salz hinzu geben und diesen Möhrenbrei mit abgekochten Wasser wieder auf 1 Liter auffüllen. Der Brei soll in kleinen Portionen verabreicht werden. Wichtig für eine erfolgreiche Anwendung ist, dass die Möhren mindestens 1 Stunde gekocht wurden!

Rezept kinderfreundliche Moro-Suppe

  • 500 g Mörhen
  • 1 l Wasser
  • 1 Spritzer Zitrone
  • 3 g Salz
  • 1 TL Butter
  • 1 TL Zucker

Die Möhren schälen, alles in einen Topf geben, ca. 1,5 Stunden kochen und zu einem Brei verarbeiten. Der Spritzer Zitrone sorgt dafür, dass der in den Möhren enthaltene Zucker besser gespalten wird. Butter und Zucker machen den Brei vom Geschmack etwas besser. Auch dieser Brei sollte in kleinen Mengen verabreicht werden.

Wirkung

Warum diese Suppe wirksam ist, wurde erst viel später herausgefunden:

Durch das lange Kochen der Suppe entstehen aus dem in den Möhren enthaltenem Zucker kleinste Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide, die selbst aus Monosacchariden bestehen. Diese sind in der Lage, Bakterien, die sich im Darm an Darmrezeptoren andocken wollen, zu narren, da sie eine ähnliche Oberflächenmechanik besitzen. Aus diesem Grunde setzen sich manche Bakterien an diesen Oligosacchariden an Stelle der Rezeptoren in der Darmwand fest und werden einfach ausgeschieden.

Es hat sich heraus gestellt, dass dieses Prinzip nicht nur bei Bakterien funktioniert, die Durchfall auslösen, sondern z.B. auch bei anderen Bakterien, wie z.B. den EHEC-Bakterien, die vor wenigen Jahren in aller Munde waren.

Hier hat sich wieder einmal herausgestellt:
Viele einfache Hausmittel funktionieren und sind in der Lage, ohne das Herausholen der viel gepriesenen (und teuren) Pharmaindustrie-Keule gegen Krankheiten vorzugehen. Übrigens, die Kosten für Karottensuppe nach Moro wird ganz sicher nicht von der Krankenkasse übernommen, egal ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind…

Vorsicht bei Fruchtzuckerintoleranz.

 

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Jan 272015
 

Kräuter zum Rauchen

Nähere Infos finden Sie auch in unserem Buch!
Im Buch geben wir einen kleinen geschichtlichen Überblick zum Gebrauch von Kräutertabak, geben Hinweise zu den verschiedenen Tabakarten, zur Herstellung des Tabaks für verschiedene Anwendungen. Wir geben auch Hinweise, wie auch ein Kräutertabak zu Nikotin kommen kann.  Mehr als 120 Pflanzen werden aufgeführt, die sich für den Gebrauch in Kräuterzigaretten nutzen lassen. Abschließend gibt es noch mehr als 25 verschiedene Mischungsverhältnisse für Kräutertabak.

 

Tabak und Zigaretten sind teuer, besonders der Zigarettentabak ist oft fermentiert und Soßiert. Beim Soßeren werden u.U. viele Stoffe verwendet, die das Suchtpotential des Tabaks und Nikotins erhöhen und der Gesundheit auch nicht unbedingt förderlich sind. Damit gewinnt Tabakersatz an Bedeutung – warum nicht mal Kräuter zum Rauchen versuchen?

Warum nicht mal Mischungen aus dem Kräutergarten oder der Natur verwenden, um diese entweder einzeln bzw. in Mischung zu verwenden, oder auch den Tabak zu strecken?
Ich möchte hier eine Liste der Kräuter und Pflanzen vorstellen, mit dem man seine eigene Kräutermischung zum Rauchen herstellen kann.

Jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass natürlich auch die Verwendung von Kräutern zum Rauchen der Gesundheit, besonders der Lunge, nicht förderlich ist. Auch mache ich hier keine Aussagen zu den geschützten Arten oder der Giftigkeit.

Falls nicht anders angegeben, bezieht sich die Nutzung auf die Blätter bzw. das Kraut.
Die Pflanzenteile werden getrocknet, fein gehackt und unter normalen Tabak gemischt oder zu Kräutertabakmischungen verarbeitet. Besser schmecken Kräutertabake, wenn man diese fermentiert. Dazu werden die frischen Blätter ca. 2 Tage anwelken gelassen, dann rollt man die Blätter in ein Tuch, in dem sie gewalzt werden. Nun die Blätter mit warmem Wasser bestäuben, in einen Steinguttopf füllen und locker abdecken. Bei normaler Zimmertemperatur fermentieren sie innerhalb von 3-4 Tagen. Anschließend trocknet man die Blätter an der Luft.

Folgende Kräuter eignen sich zum Rauchen:

  • Gemeine Schafgarbe – Achillea millefolium
  • Ungarische Schafgarbe – Achillea Seidlii (Achillea pannonica)
  • Gemeine Rosskastanie – Aesculus hippocastanum (getrocknete und pulverisierte Früchte als Schnupftabak)
  • Echter Eibisch – Althaea officinalis (getrocknete und pulverisierte Blätter als Schnupftabak)
  • Ausgebreiteter Fuchsschanz – Amaranthus hybridus
  • Gewöhnliche Ochsenzunge – Anchusa officinalis
  • Echter Engelwurz – Angelica archangelica (getrocknete Blätter als Rauchtabak, aber auch als Schnupftabak)
  • Wilder Engelwurz bzw. Waldengelwurz – Angelica sylvestris (Wurzeln zu Schnupftabak)
    Ruchgras – Anthoxanthum odoratum (Wurzeln im Herbst und Winter zu Schnupftabak)
  • Berg-Wohlverleih – Arnica montana (Blätter im Frühjahr zu Rauchtabak und Schnupftabak)
  • Alpen-Aster – Aster alpinus (Zusatz zu Rauchtabak)
  • Zuckerrübe – Beta vulgaris (Zusatz zu Rauchtabak)
  • Heil-Ziest – Betonica officinalis (Zusatz zu Rauchtabak)
  • Zwerg-Bierke – Betula nana
  • Sandbirke bzw. Weißbirke – Betula pendula
  • Bastardbirke – Betula x aurata
  • Bitteres Schaumkraut – Cardamine amara
  • Wiesen-Schaumkraut – Cardamine pratensis
  • Kornblume – Centaurea cyanus (Zusatz zu Rauchtabak)
  • Gewöhnliche Waldrebe – Cochlearia officinalis
  • Acker-Rittersporn – Consolida regalis (getrocknet zu Schnupftabak, kann aber auch Übelkeit verursachen)
  • Maiglöckchen – Convallaria majalis (getrocknete pulverisierte Blüten in kleinsten Mengen zu Schupftabak)
  • Haselnuss – Corylus avellana
  • Herbstblütiges Alpenveilchen – Cyclamen purpurascens (geringe Mengen zu Rauchtabak)
  • Herzblättrig Gemswurz – Doronicum columnae
  • Gletscher-Gemswurz – Doronicum glaciale
  • Österreichische Gemswurz – Doronicum austriacum
  • Herzblättriger Gemswurz – Doronicum columnae
  • Großblütiger Gemswurz – Doronicum grandiflorum
  • Rotbuche – Fagus sylvatica (Blätter im Frühjahr zu Rauchtabak)
  • Stengelloser Enzian – Gentiana acaulis
  • Schwalbenwurz-Enzian – Gentiana asclepiadea
  • Bayrischer Enzian – Gentiana bavyrica
  • Clausius-Enzian – Gentiana clusii
  • Kreuzenzian – Gentiana cruciata
  • Gelber Enzian – Gentiana lutea
  • Schneeenzian – Gentiana nivalis
  • Rundblättriger Enzian – Gentiana orbicularis
  • Ungarischer Enzian – Gentiana pannonica
  • Lungenenzian – Gentiana pneumonanthe
  • Tüpfelenzian – Gentiana punctata
  • Frühlingsenzian – Gentiana verna
  • Feld-Fransenenzian – Gentianella campestris
  • Gewöhnlicher Fransenenzian – Gentianella ciliata
  • Deutscher Fransenenzian – Gentianella germanica
  • Zarter Fransenenzian – Gentianella tenella
  • Gewönlicher Hopfen – Humulus lupulus (Stengel und Blätter zu Rauchtabak)
  • Walnuss – Junglans regia
  • Weißer Steinklee – Melilotus albus (Zusatz zu Schnupftabak)
  • Hoher Steinklee – Melilotus altissimus (Zusatz zu Schnupftabak)
  • Echter Steinklee – Melilotus officinalis (Zusatz zu Schnupftabak)
  • Wasserminze – Mentha aquatica (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Ackerminze – Mentha arvensis (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Grüne Minze bzw. Spearmit – Mentha spicata (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Gagelstrauch – Myrica gale (Zusatz zu Rauchtabak)
  • Echte Brunnenkresse – Nasturitum officinalis
  • Breitwegerich – Plantago Major
  • Hohe Schlüsselblume – Primula elatior ( zu Schnupftabak)
  • Echte Schlüsselblume – Primula veris ( zu Schnupftabak)
  • Gewöhnliche Braunelle – Prunella vulgaris
  • Schlehe – Prunus spinosa
  • Traubeneiche – Quercus petraea
  • Stieleiche – Quercus robur
  • Feldrose – Rosa arvensis (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Lederrose – Rosa caesia (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Hundsrose Rosa canina (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Doldentraubige Rose – Rosa corymbifera (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Essigrose – Rosa gallica (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Alpen-Heckenrose – Rosa pendulina (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Weinrose – Rosa rubiginosa (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Kartoffelrose – Rosa rugosa (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Stumpfblättrige Rose – Rosa tomentella (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Apfelrose – Rosa villosa (Blütenblätter als Aromazusatz zu Rauchtabak, gesalzen zu Schnupftabak)
  • Krauser Ampfer – Rumex crispus
    Alle unsere Weidenarten (auf Grund der enthaltenen Salizilsäure geringe Mengen in Rauchtabak)
  • Silberweide – Salix alba
  • Großblättrige Weide – Salix appendiculata
  • Klebriger Salbei – Salvia glutinosa (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Wiesensalbei – Salvia pratensis  (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Schwarzer Hollunder – Sambucus nigra
  • Traubenholunder – Sambucus racemosa
  • Gewöhnliches Greiskraut – Senecio vulgaris
  • Rauher Beinwell – Symphytum asperum
  • Gewöhnlicher Beinwell – Symphytum officinalis
  • Frühblühender Thymian – Thymus praecox  (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Feld-Thymian – Thymus pulegioides  (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Sand-Thymian – Thymus serpyllum  (Aromazusatz zu Rauchtabak)
  • Winterlinde – Tilia cordata (Im Herbst: zu Rauchtabak)
  • Sommerlinde – Tilia platyphyllos (Im Herbst: Zu Rauchtabak)
  • Huflattich – Tussilago farfara
  • Bergulme – Ulmus glabra
  • Flatterulme – Ulmus laevis
  • Feldulme – Ulmus minor
  • Kleine Brennessel – Urtica urens (in Schnupftabak)
  • Gemeiner Baldrian – Valeriana officinalis
  • Gemeiner Schneeball – Viburnum opulus  (in Rauchtabak, kann jedoch Übelkeit verursachen)

 

 

 

 

 

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