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Mrz 032014
 

Anbei einige Preise aus alter Zeit.

Ein ungefährer Umrechnungsfaktor, basierend auf der Kaufkraft  für Mark von 1900 zu Euro in 2013 ist ca. 1 Mark 1900 = 7 Euro 2013.  Eine Goldmark entsprach zu Zeiten des deutschen Kaiserreiches einem Äquivalent von 0,36 Gramm Gold. Auf der Basis des Goldpreises würde sich ein Wert von ca. 12 Euro für 1 Goldmark ergeben – bzw. entsprechend aktuellem Goldpreis.

 

Preise Berlin, im Jahre 1900

  • Aal  500 g   1,00 – 1,50 M
  • Ananas frisch, 500 g 1,00 – 4,00 M, Büchse ganze Frucht 2,00 M, Büchse geschnittene Frucht 0,95 M
  • Anchovispaste 1/2 Dose, 0,60 – 0,70 M
  • Apfelsinen, Stück 8-12 Pf., 200 Stück 17,00 M
  • Apfelwein, 1 Fl. 750 ml, 30-50 Pf.
  • Aprikosen, 60 Stück 3,00-6,00 M
  • Arrak, 750 ml, 3,00 M
  • Artischocken, 1 Stück 40-70 Pf.
  • Auerhahn, 4,00 M, Auerhenne, 3-5 kg, 5,00-8,00 M
  • Austern, 12 Stück, 2,50-4,00 M
  • Backobst, 500 g, 40.60 Pf.
  • Backpulver, 20 g, 10 Pf.
  • Barsch, Lebend 500 g 0,70-1,00 M, geschlachtet 50-60 Pf.
  • Beefsteak, deutsches, roh, 500 g 1,10 M
  • Beefsteak, englisches, roh, 500 g 1,00 M, Filet 500 g 1,60-1,80 M
  • Berberitzen, 500 g 30 Pf.
  • Heidelbeeren, 500 g, 20 Pf.
  • Birnen, 500 g, 40-60 Pf.
  • Blumenkohl, Stück, 40-80 Pf.
  • Bohnen, eingekocht 1 kg Dose: 50 Pf frisch, 500 g, 5-20 Pf. getrocknet, 100 g 40 Pf. weiße, 500 g 20 Pf.
  • Brathecht, Bratzander, 500 g 0,70-1,00 M
  • Bratheringe, 18 Stück, 50-75 Pf.
  • Bratwurst, 500 g 80 Pf.
  • Broccoli, Stück 80 Pf.
  • Butter, 500 g 1,10-1,60 M
  • Champignon, 500 g frisch 1,00-2,50 M 125 g Dose 40 Pf.
  • Chicoree, Stück 15-25 Pf.
  • Zitronat 500g 0,75-1,00 M
  • Zitronen, Stück 10-15 Pf.
  • Cognak, 750 ml 3-5 M
  • Couvertüre, 500 g 2,00 M
  • Nordseegarneele 500 g 1,30 M
  • Damwild, 500 g 1,00-1,50 M
  • Dorsch, 500 g  30-60 Pf.
  • Rotwild 500 g 1,00-1,25 M
  • Eier, 15 Stück 0,60-1,80 M
  • Teigwaren, 500 g 35-70 Pf.
  • Eis – Natureis Eimer 25-30 Pf. Kunsteis 50 kg 70 Pf.
  • Ente, Stück 2,00-4,00 M
  • Erbsen, 500 g frisch 15-25 Pf. getrocknet 500 g 40 Pf.
  • Erdbeeren, frisch 500 g 40-60 Pf. Walderdbeeren 500 g 1,00 M
  • Essig, Bieressig 1l 10 Pf. Weinessig 1l 40 Pf. Kräuteressig 750 ml 50 Pf.
  • Rinderfilet, 500 g 1,20 M, ausgeschält 500 g 1,60-1,80
  •  Forelle, lebend, 500 g 5,00 M geschlachtet 500 g 3,00 M
  • Marmelade, 1 kg 1,50 M
  • Gans, 500 g 0,6-0,8 M Junggans, Stück 15,00 M
  • Gelatine, 500 g 3,00-3,50 M
  • Mehl Gerstenmehl, 250 g 30 Pf Grünkernmehl 35 Pf. Hafermehl 25 Pf. Weizenmehl 25 Pf. Buchweizenmehl 25 Pf. Maismehl 28 Pf. Hafergrütze 500 g 40 Pf. Haferflocken 250 g 20 Pf.
  • Graupen 500 g 25 Pf.
  • Gries 500 g 25 Pf.
  • Gurken Februar/März 1 Stück 1-2 M Sommer 3 Stück 10 Pf Einmachgurken  60 Stück 1,00 M Salzgurken, eingemacht 500 g 60 Pf.
  • Hagebutten 500 g frisch, 30-40 Pf.
  • Hammel Keule 500 g 70-80 Pf. Kotelettstück 500 g 80-95 Pf. Rücken 70-80 Pf. Brust 65 Pf. Bauch 60 Pf. Kopf 60 Pf. Fett 60 Pf. Knochen 25 Pf.
  • Hase Stück 2,50-4,00 M
  • Hausenblase 500 g 15,00 M, 1 g 3 Pf.
  • Hecht lebend 500 g 0,70-1,00 M geschlachtet 50-70 Pf.
  • Hefe 500 g 0,80-1,00 M
  • Himbeeren 500 g 40-60 Pf.
  • Hühner Stück 0,80-1,50 M Perlhuhn 2,50-3,00 M Filethuhn 2,00-3,00 M
  • Johannisbeeren frisch, 500 g 25-40 Pf.
  • Kaffee 500 g 0,90-2,40 M
  • Kakao 500 g 1,40-3,00 M
  • Kalb, je 500 g Rücken 1,00-1,20 M Keule 0,80-1,00 M Bruststück 70 Pf Niere 80 Pf. Kamm 70 Pf. Gehirn 70 Pf. Kalbsnuss 1,60 M Knochen 30 Pf. Füße 25 Pf. Fett 1,00 M
  • Kaninchen, Stück 1,00-1,50 M
  • Karotten, frisch 500 g 30 Pf.
  • Karpfen 500 g 0,80-1,20 M
  • Kartoffelmehl 500 g 20-25 Pf.
  • Kartoffeln 50 kg 2,50 M Neue Kartoffeln 50 kg 3-4 M
  • Kastanien 500 g 40-50 Pf.
  • Malzkaffee 500 g 35 Pf.
  • Kiebitzeier Stück 25-50 Pf.
  • Kirschen 500 g 30-60 Pf.
  • Kohlrabi 15 Stück 25-60 Pf.
  • Kohlrübe, Stück 7-15 Pf.
  • Kokosnuß Stück 30-60 Pf. Gerieben 500 g 60 Pf. Kokosfett (Palmin) 500 g 65 Pf.
  • Kopfsalat 3-30 Pf.
  • Krammetsvogel Stück 25-50 Pf.
  • Krebse 15 Stück 0,50-5,00 M
  • Kümmel 250 g 80 Pf.
  • Kürbis 500 g 20 Pf.
  • Lachs 500 g 1,50-4,00 M
  • Lachsforelle 500 g 1,00-2,50 M
  • Lamm 500 g 1,00 M
  • Languste, 500 g 3,00-4,00 M
  • Maccaroni, 500 g 25-80 Pf.
  • Madeira 750 ML 2,50 M
  • Makrele 500 g 0,30-1,00 M
  • Mandeln 500 g 1,30-1,40 M
  • Margarine 500 g 50-80 Pf.
  • Melone Netzmelone 500 g 0,50-2,00 M Zuckermelone 5 kg 2,00 M
  • Milch 1 l 20 Pf Buttermilch 1 l 8 Pf. Magermilch 1 l 8 Pf. Kaffeesahne 1 l 80 Pf Schlagsahne 1 l 1,20-2,00 M
  • Mohn 500 g 40 Pf.
  • Mohrrüben 500 g 20 Pf.
  • Morcheln, frisch 500 g 30-75 Pf. getrocknet 500 g 1,80 M
  • Muscheln 100 Stück 1,00-2,00 M
  • Nüsse, 500 g 40 Pf.
  • Parmesan 500 g 1,60 M
  • Perlzwiebeln 500 g 80 Pf.
  • Petersilie 1 Strauß 5-10 Pf., 500 g. 1,60 M
  • Pfeffer, wei0 50 g 20 Pf.
  • Pfifferlinge frisch, 500 g 10-30 Pf.
  • Pfirsiche Stück 10-20 Pf.
  • Pflaumen frisch 500 g 20 Pf. getrocknet 500 g 0,40-1,00 M
  • Preiselbeeren 500 g 20 Pf
  • Pute 500 g 80 Pf.
  • Quitten 500 g 40 Pf.
  • Rebhuhn Stück 0,90-1,50 M
  • Rehkeule 500 g 2,00 M
  • Reis 500 g 10-35 Pf
  • Rabarber 500 g 1,00 M
  • Rind je 500 g Filet 1,00-1,20 M Roastbeef 1,00 M Hals 60 Pf Oberschale 80 Pf Zunge 80 Pf. Schwanz 80 Pf. Bein 70 Pf. Knochen 30 Pf. Fett 70 Pf. Rindermark 1,40 M Kuheuter 50 Pf
  • Rosenkohl 500 g 20-50 Pf.
  • Rosinen 500 g 40 Pf.
  • Rote Rüben 500 g 30 Pf.
  • Rotkohl Kopf 15-20 Pf.
  • Salz 500 g 10 Pf.
  • Sardellen 500 g 2,00 M
  • Sauerkraut 500 g 20-25 Pf.
  • Schalotten 500 g 80 Pf.
  • Schlackwurst 500 g 1,30-2,00 M
  • Schmalz 500 g 70 Pf
  • Schneehuhn Stück 1,25-1,50 M
  • Schokolade 500 g 0,80-1,60 M
  • Scholle 500 g 20-40 Pf.
  • Schwarzwurzel 15 Stück 30-60 Pf.
  • Schweinefleisch je 500 g Filet 1,20 M Kotelett 0,90-1,00 M Kamm 80-90 Pf. Bein 70 Pf. Zunge 30 Pf. Keule 70 Pf. Bauch 60 Pf. Speck 80 Pf. Leber 80 Pf
  • Seezunge 500 g 0,60-2,00 M
  • Spargel 500 g 0,50-1,50 M
  • Steinbutt 500 g 1,00-2,50 M
  • Steinpilze 500 g 40-60 Pf.
  • Tauben Stück 40 Pf.-1,00 M
  • Tee 500 g 1,00-5,00 M
  • Tomaten 500 g 40-80 Pf.
  • Trüffel 600 g 10-20 M
  • Vanille, 1 Schote 30-80 Pf.
  • Wachteln Stück 1-1,25 M
  • Weißkohl, Kopf 10-20 Pf.
  • Weizenmehl 500 g 20-30 Pf.
  • Wildschwein 500 g 1,00-1,50 M
  • Zander 500 g 0,60-1,20 M
  • Zucker 500 g 30-50 Pf.
  • Zwiebeln 500 g 10-15 Pf.
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Mrz 012014
 

Was sind wir?
Allesesser, Raubmensch oder Gemüsehase?

Es gibt nur ein einziges Nahrungsmittel, das von der Natur aus nur für die menschliche Ernährung vorgesehen ist. Das ist die Muttermilch. In der Muttermilch ist alles enthalten, was der Mensch zur Ernährung benötigt – auch wenn uns heutzutage die Industrie vorbetet, dass sie in der Lage wäre, auch dieses Nahrungsmittel zu verbessern (z.B. Thema Vitamin D).
Da unsere Mütter jedoch nur eine begrenzte Zeit in der Lage sind, uns vollständig mit ihrer Nahrung zu versorgen, sind Menschen seit jeher gezwungen, ihren Bedarf an Nahrung aus Flora und Fauna zu decken.

Durch archäologische Funde kann der Eindruck erweckt werden, dass der Mensch ursprünglich ein Fleischfresser war, denn an seinen Feuerstellen lassen sich meist auch Nahrungsreste in Form von Knochen seiner Nahrungsopfer nachweisen. In Höhlen- und Felszeichnungen hat er Jagdszenen hinterlassen. Wahrscheinlich ist diese Übermacht an archäologischen Zeugnissen des Nahrungserwerbs in der Fauna jedoch darin begründet, dass

1.) Knochen die Zeiten einfacher überdauert haben, als Gras, Obst und Samenkörner und
2.) Tiere als Nahrung ab einer gewissen Zeit der menschlichen Entwicklung ein erstrebenswertes Nahrungsmittel waren.

Man kann sicher davon ausgehen, dass die pflanzliche Nahrung zu Urzeiten einen sehr großen Stellenwert in der menschlichen Ernährung eingenommen hat, denn:

  • sie war einfach verfügbar
  • sie konnte einfach erreicht werden
  • man kann Teile wie Samen lange bewahren, ohne dass sie verderben
  • zur Erlangung waren keine Geräte oder Waffen nötig

Die Ur-Ernährung war sicher eine Mischkost aus viel Pflanzenstoffen, Insekten, Käfer, Raupen, Kleintieren und was im Umfeld der menschlichen Lagerstätten gefunden werden konnte, also eine vielseitige Mischkost.

Das Sesshaftwerden der Menschen war an Bedingungen des einfacheren Nahrungserwerbs gebunden. Entweder war in den Regionen ein Überangebot an Nahrung vorhanden, das einfach ausgebeutet werden konnte, oder der Mensch war in der Lage, durch planmäßige Landwirtschaft und die Domestizierung von Nutztieren seine Ernährung zu sichern.

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