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admin

Mai 132016
 

Bergische Waffeln

Dieses Rezept ist sicher nicht sehr alt, aber einfach zu machen. Das, was dann herauskommt, ist auch noch lecker.

  • 250 g Butter
  • 1 Pkg. Backpulver
  • 500 g Mehl
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 500 ml Wasser mit Kohlensäure
  • 250 g Zucker

Die Butter und den Zucker schlägt man schaumig auf und gibt nach und nach die weiteren Zutaten zu. Alles wird nun  zu einen glatten Teig verarbeitet. Mit einer Schöpfkelle gibt man den Teig portionsweise in ein gefettete Waffeleisen, so dass dieses bis zum Rand gut aufgefüllt ist. Anschließend die Waffeln goldbraun backen. Meist werden die Waffeln heißen Kirschen oder Milchreis  und Sahne serviert.

Bergisches Rezept

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Apr 222016
 

Der Shop unter Biebelshofer.de startet mit einem Gutschein für die Nutzer von Historisch-Kochen.de!

Biebelshofer_logoi

Für den Gutscheincode

kochen102016

den man beim Bestellvorgang eingeben kann, erhält man bis zum 31.06.2016 sage und schreibe 10% Pauschalrabatt auf alle gekauften Produkte!

Biebelshofer.de besuchen

Der Shop ist vor kurzem gestartet, das Sortiment wird aus Alkohol, Likören, verschiedenen Salzen aber auch Saucen (Grillsaucen), Ölen, Essig und einigen Produkten bestehen.

Mit Stand 22.04.2016 sind im Shop verschiedene Salze, Original finnischer Birkenzucker (Xylit), Primasprit bzw. reiner Alkohol enthalten.

Reiner Alkohol mit 96,4%vol
http://biebelshofer.de/produkt/primasprit-alkohol-ethanol-weingeist-964-vol/

Der reine Alkohol (Ethanol bzw. Primasprit) mit  96,4 vol% Alkohol ist sicher für die Nutzer interessant, die eigene Liköre erstellen möchten oder auch aus Kräutern und Wurzeln eigene Tinkturen usw. erstellen.

Xylit bzw. Birkenzucker
http://biebelshofer.de/produkt/xylit-skandinavischer-birkenzucker/
Xylit bzw. Birkenzucker ist ein hervorragender Austausch für den normalerweise verwendeten Kristallzucker, er enthält weniger Energie und wird vom Körper auch anders als Zucker, der dick machen kann, verstoffwechselt. Einige medizinische Studien haben außerdem gezeigt, dass Xylit für unsere Zähne gut ist – von Zucker kann man das sicher nicht behaupten. Er soll nach diesen Studien auch dafür sorgen können, dass Karies zum Stillstand kommt und neues Calcium in den Zahnschmelz eingelagert wird.

Verschiedene Salze
http://biebelshofer.de/produkt-kategorie/salze/
Biebelshofer.de vertreibt auch verschiedene Salze. Allen gemeinsam ist, sie enthalten keine Lebensmittel-Zusatzstoffe wie Rieselhilfen o.ä. Sie sind damit naturbelassen! Für die gesunde, zusatzstofffreie Ernährung bietet biebelshofer.de auch preisgünstiges Kristallsalz oder Meersalz an. Aber auch Spezialitäten wie Utah Sweet Salz Granulat aus USA, Halit Salz Granulat aus Pakistan aber auch exotische Salze wie Kala Namak Salz – ein vulkanisches Steinsalzmineral – oder die absolute Salzspezialität aus Australien – Murray River Salz ist zu erhalten.

 

In der kommenden Woche werden weitere Produkte folgen!

Biebelshofer.de besuchen

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Feb 182016
 

Kirschmichel

Altbackenes Brot war in alten Zeiten kein Produkt für die Mülltonne sondern wurde vielfältig verwertet. Beliebt waren Brotsuppen, aber auch Süßspeisen aus altem Brot waren üblich. Kombiniert wurde mit den regional verfügbaren bäuerlichen oder gärtnerischen Produkten, die sowieso vorhanden waren.

Ein Beispiel einer Süßspeise mit altem Brot ist der Kirschmichel bzw. Kirschenmichel.

Hier ein Rezept aus einem Konditorenbuch von 1873:

  • 6 trockene Brötchen
  • 6 Eiweiss
  • 6 Eigelb
  • 60 g Zucker
  • 15 g Butter
  • 1 kg Kirschen
  • Zimt.

Die Brötchen werden abgerieben und mit dem Abgeriebenen davon die gut mit Butter ausgestrichene Form ausgestreut. Das Übriggebliebene wird mit den  Brötchen in Milch eingeweicht und,
wenn diese gut durchweicht sind‚ mit dem Eigelb und Zucker gut verrührt, dann Zimt, Butter und Kirschen hinein und zuletzt das zu steifem Schnee geschlagene Eiweiss. Anschließend im Backofen überbacken lassen, mit Zucker Bestreuen und mit Vanillesauce servieren.

Nachfolgend noch ein modernisiertes Rezept

  • 4 trockene Brötchen
  • 300 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1/2 Zitrone
  • 600 g Süßkirschen
  • 50 g Butter
  • 40 g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL Mandeln, gestiftet

Die Brötchen werden in dicke Scheiben geschnitten und in eine Schüssel gelegt. Nun die Milch leicht anwärmen und über die Brötschenscheiben gießen. Die Kirschen werden gewaschen und entsteint. Die Eier trennen, die Zitronenschale fein abreiben. Das Eigelb mit ca. 30 g Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale zusammen schaumig schlagen. Die Eigelbmasse mit den eingeweichten Brötchen und den Mandelstiften verrühren, anschließend die Kirschen unterheben. Den Backofen auf ca. 200 Grad vorheizen, das Eiweiß steif schlagen und unter die Kirschmasse heben. Eine Auflaufform wird gut gebuttert und die Masse hinein gegeben. Oben auf kommen Butterflocken, anschließend mit etwas Zimt bestreuen. Ca. 45 Minuten im Backofen backen. Danach wird der Kirschmichel mit 2 EL Zucker bestreut und mit Vanillesauce serviert.

Deutsches Rezept

 

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Feb 182016
 

Wir sind nach Waldbröl/Biebelshof umgezogen!

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, weshalb hier in der letzten Zeit nicht zu viele neue alte Rezepte eingetragen wurden.

Wir sind nun umgezogen! Es hat uns aus dem hohen Norden Deutschlands in das Bergische Land verschlagen! Unsere neue Heimat ist nun in Waldbröl, im schönen Ortsteil Biebelshof. Nicht nur das. Das Historische Essen und Trinken wird auch zu einem Teil unseres Lebens werden.

Unter dem Namen http://www.biebelshofer.de bzw. http://www.biebelshofer-fruchtmanufaktur.de wird es in Zukunft (etwas wird es wirklich noch dauern!) Produkte wie Marmeladen, Gelee, Essig, Öle und Liköre auch nach alten Rezepten geben. Wir haben viel vor und hoffen, davon auch einiges umsetzen zu können.  Ergänzt wird die Angebotspalette durch reine Handelsprodukte rund um das Thema  Ernährung

Viele Produkte werden aus der eigenen Produktion an Beeren und Obst stammen, ergänzt durch Zukaufprodukte, denen jedoch eines gemeinsam sein soll: Möglichst keine chemischen Zusatzstoffe.

Wir hoffen, ab Mitte März unsere Produkte anbieten zu können.

Seien Sie gespannt!

Unsere neue Adresse lautet:

Biebelshofer.de
Ines & Frank Lohrmann
Siegener Straße 2
D – 51545 Waldbröl/Biebelshof

Telefon: 02291/9018501

 

 

 

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Nov 082015
 
  • 250 g Mehl
  • 250 g Quark
  • 100 g Zucker
  • 4 Eier
  • 4 EL Milch
  • 1 Pck. Backpulver
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • Puderzucker
  • Fett zum Ausbacken

Der Quark  wird in eine Schüssel mit dem Zucker, den Eiern,
Vanillezucker und der Milch gegeben und dann mit dem Mehl und
Backpulver, das man dazu gibt, gut verrührt. Mit einem Teelöffel sticht man nun Bällchen vom Teig ab, die in heißem Fett schwimmend goldgelb ausgebacken werden.
Die fertig ausgebackenen Bällchen werden herausgenommen und auf einen Teller gelegt. Nun werden sie schön mit Puderzucker bestäubt. Alternativ kann man sie auch in einer Mischung von Zimt und Zucker wälzen. Die Bullebäuskes sind ein traditionelles Gebäck zum Sonntagskaffee.

Bergisches Land, NRW

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Nov 082015
 
  • 1 kg Mehl
  • 60 g Hefe
  • 2 TL Zucker
  • 0,5 l lauwarme Milch
  • 200 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Butter
  • 200 g Rosinen
  • 2 EL Mehl
  • Butter

 

Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Vertiefung machen. In diese gibt man Hefe und etwas Zucker mit etwas Milch, mit dem Mehl vom Rand zum Vorteig verrühren. Den Vorteig abgedeckt  ca. 30 Minuten gehen lassen.
Nun die Reste von Milch und Zucker sowie die Eier, Salz und Butter hinzu geben und
alles zu einem Teig verkneten, bis dieser sich vom Schüsselboden löst und Blasen wirft.
Die Rosinen waschen  und unter den Teig kneten, anschließend nochmals ca. 30 Minuten
gehen lassen. Den Backofen auf 175 °C vorheizen, eine große Kastenform gut einfetten und den Teig einfüllen. Die Oberfläche mit einem Messer längs einkerben und anschließend nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Nun den Blatz für 60 Minuten auf der untersten Schiene im Backofen backen, abkühlen lassen, den Blatz anschließend aufschneiden und mit Butter, Marmelade oder Rübenkraut bestreichen und noch ofenfrisch zum Kaffee servieren.

Oberbergisches Rezept

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Sep 292015
 

Hessisches Zwiebelgemüse

  • 750 g kleine Zwiebeln
  • 50 g Butter
  • 125 ml Apfelwein
  • 125 ml Fleischbrühe
  • 3 El Rosinen
  • 2 El Semmelmehl
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zwiebeln werden geschält und halbiert. Anschließend lässt man sie in zerlassener
Butter andünsten. Danach mit Wein und Brühe angießen, mit Salz und Pfeffer abwürzen und
die Zwiebeln nicht zu weich garen lassen. Die Rosinen werden gewaschen und 10 Minuten
vor Kochende hinzugegeben. Die Brühe wird zum Abschluss mit Semmelmehl gebunden.

Zu diesem herzhaften Gemüse empfiehlt sich Kartoffeln mit Wurst, Bratwurst oder auch Leber.

Hessisches Gericht

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Sep 292015
 

Selbst gemachter Zuckerrübensirup

Früher war er in jedem Haushalt als preisgünstiger Brotaufstrich verfügbar, vor 30-40 Jahren war er noch unverfälscht im Laden zu kaufen, mittlerweile so gut wie nicht mehr erhältlich ist der gute alte Rübensirup. Die Produkte, die man heute erhält, wurden oft mit Geschmacksstoffen und Sirup aus Kristallzucker ,,veredelt”, wie auch bei vielen anderen alten Produkten bleibt nur eines auf der Strecke – der unverfälschte Geschmack. Hier nun eine Rezept, mit dem man seinen Rübensirup selbst herstellen kann.

Die Zuckerrüben waschen und abbürsten. Anschließend werden sie geschält und in kleine Schnitzel oder
Streifen geschnitten. Man gibt sie in einen größeren Topf, übergießt sie mit wenig Wasser und kocht die Rübenschnitze weich. Anschließend gibt man die weich gekochten Schnitze in einen Leinenbeutel und presst sie kräftig aus. Günstig ist hier die Verwendung einer Presse (Weinpresse, Ölpresse).
Der Saft wird wieder in den Topf gegeben und bei ständigem Umrühren dickflüssig eingekocht. Man kann ihn auch, wie bei der Pflaumenmusbereitung üblich, im Backofen köcheln lassen, bis er die gewünschte Dicke erreicht hat.

Der Sirup wird gewöhnlich als Brotaufstrich verwendet, kann aber auch als süße Beigabe zu Kartoffelpuffern
gegessen werden. Man kann ihn auch zum Backen und Süßen, z.B. von Honigkuchen u.a. verwenden.

Die Rüben können auch im roh im Entsafter bearbeitet werde – man spart sich so einiges an Arbeit.

Auch aus anderem süßlichen Obst und Gemüse lässt sich so ein Sirup kochen, üblich waren z.B. Möhrensirup, Birnensirup und Apfelsirup.

 

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Jun 042015
 

Alte Einmachrezepte

Nachfolgend noch einige Einmach-Rezepte aus alter Zeit.

 

Pflaumen in Arrac

Man bringe 2 Kilo ausgesteinte, recht reife Pflaumen mit 1 Liter Wasser auf den Herd und gibt sie, wenn sie zu kochen beginnen, mit dem Schaumlöffel auf einen Seiher und wenn sie vollkommen abgetropft sind, in eine Terrine. Gebe zu dem zurückgebliebenen Wasser 1,5 kg Zucker, und koche ihn zum Faden, gieße ihn über die Früchte und lasse sie so über Nacht stehen. Audern Tages koche man sie mit dem Safte aus, nehme sie dann heraus und wenn dann der Saft noch etwas eingekocht ist, so wird er über die Pflaumen gegossen und man füllt sie erkaltet in die Gläser und soviel Arrac darüber, daß das Ganze bedeckt ist.

Pflaumen in Honig auf russisch Art

Man reibe recht reife Pflaumen mit einem weichen Tuche gut ab, steine sie aus und fülle sie in ein großes Glas, indem man hin und wieder etwas Zimmet und einige Gewürznelken, beides gestoßen, dazwischen stret, gieße soviel stark eingekochten, unverfälschten Honig darüber, wie geht, verschließe das Gals und wälze es hin und her. Lege das Glas an eine kühle Stelle, drehe es täglich um und lasse es einige Wochen liegen. Dann kann man die wohlschmeckenden Pflaumen verwenden.

Pflaumen in Essig

Man pflücke die Pflaumen, die recht reif sein müssen — an den Stielen etwas gerunzelt — mit den Stielen vorsichtig ab und beschneide die Stiele ein wenig. Nehme dann zu 2 kg Pflaumen 1 kg Zucker und 750 ml Weinessig, setze den Essig mit dem Zucker, 8 g Zimt und 8 g Gewürznelken aufs Feuer und gieße es, sowie es kocht, über die Pflaumen, welche man zugedeckt und so über Nacht stehen läßt. Am andern Tag wird der Essig abgegossen, ausgekocht und wieder über die Früchte gegossen und den dritten Tag giebt man die Pflanmen in den kochenden Essig, kocht sie 10 Minuten lang darin und legt sie mit einem Löffel in die Gläser, lässt den Essig noch dicker einkochen und gießt ihn über die Pflaumen, welche ausgezeichnet gut sind und sich Jahre lang halten.

Pflaumen in Essig 2

Man schneidet die Pflaumen der Länge nach in vier Teile, nehme zu 2,5 kg Pflaumen  1 kg Zucker, 750 ml Weinessig und 15 g ganzen Zimt, lasse es kochen und gieße es über die Früchte. Andern Tags schüttet man den Essig ab und wenn er aufgekocht hat, wieder über die Pflaumen, welche man den Tag darauf, mit 30 g geschnittenem Zitronat und ebenso viel Orangeat, weich kocht, einfüllt und den noch etwas eingekochten Saft darüber giebt.

 

Pflaumen mit Senf Man nehme anf 3 kg schöne reife Pflaumen 1 l guten Bieressig,  375 g Zucker, 8 g Gewürznelken, 5 g in Stückchen gebrochenen Zimt und 80 g braunen Senfsamen, den man in einen Beutel von der Größe des Einmachglases füllt. Der Essig wird mit dem Zucker gekocht und das Gewürz hinzugefügt, worauf man von den Pflaumen so viel hinein giebt, wie Platz darin haben, sie vier Minuten darin läßt und dann heraus nimmt, auch wenn der Essig nicht wieder gekocht haben sollte, doch muß er jedes Mal kochen, ehe man neue Pflaumen hinein legt. Sind nun alle gekocht und etwas abgekühlt, so gebe man sie in das Einmacheglas und den Senfbeutel darauf, koche den Essig noch ein wenig, gieße ihn kochend über die Pflaumen und binde, wenn sie völlig erkaltet sind, das Glas zu. Nach acht Tagen wird dann der Essig abgegossen, gekocht und abgeschäumt und kalt über die Pflaumen gegeben.

 Getrocknete Pflaumen in Cagnac

Man lege sehr gute getrocknete Pflaumen, 1-2 Tage in Weißwein, bis sie ganz aufgequollen sind und lasse sie auf einem Seiher ablaufen. Gebe sie hierauf mit Zimetstückchen und einigen Gewürznelken in ein Einmachglas, gieße so viel feinen Cognac darüber, daß die Früchte bedeckt sind, binde das Glas zu und stelle es an die Sonne.

Getrocknete Pflaumen in Essig

Man weiche recht schöne getrocknete Pflaumen über Nacht in Wasser, lasse sie dann gut ablaufen Und gibt sie in einen Topf. Koche nun auf 500 g Pflaumen 250 ml Essig mit 125 g Zucker, etwas gebröckeltem Zimt und einigen Gewürznelken, gieße es kalt über die Pflaumen und setze den Topf einen Tag lang an eine nur warme Stelle des Herdes oder auf einen mäßig warmen Ofen, daß die Pflaumen nur langsam ziehen und bewahrt sie anschließend kühl auf.

 

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Mai 312015
 

Einmachen – alte Rezepte

Anbei einige ungewöhnliche Rezepte zum Einmachen von Obst und Gemüse.
Vielleicht bilden sie für den ein oder anderen eine Grundlage, mal neue alte Erfahrungen zu sammeln oder auch mit ungewöhnlichen Kombinationen zu experimentieren.

 

Rheinische Orangenschnitzel

  • 500 g Möhren
  • 3 Zitronen
  • 500 g Zucker

Man schneidet Möhren, nachdem man das Herz entfernt hat, in fingerlange, strohhalmdicke Stäbchen. Von den Zitronen schneidet man die gelbe Schale, ohne die weiße Schale mit abzuschneiden. Die Schale schneidet man ebenfalls in fingerlang und  stecknadeldicke Streifchen. Die Schalen werden in 750 ml Wasser halb weich gekocht. Anschließend gibt man auch die Möhren in dieses Wasser und kocht sie ebenfalls halb weich. Nun gibt man 500 g Zucker in 350 ml Wasser, erhitzt dieses, bis der Zucker gelöst ist, gibt den Saft der drei Zitronen, die Zitronenschale und die Möhren hinzu und lässt alles zusammen aufkochen.

Anschließend kann man alles in vorbereitete Gläser füllen und diese gut verschließen. Diese Schnitzel eignen sich als Brotbelag wie Marmelade, aber auch zum Würzen von Saucen und Suppen.

 

Möhren-Marmelade

  • 500 g Möhren
  • 2 Zitronen
  • 500 g Zucker

Die Möhren werden geschält und in nicht zu kleine Stücke geschnitten.- Anschließend kocht man sie in 125 ml Wasser weich und treibt sie durch ein Sieb. Die Schale von den Zitronen wird in ca. 1 cm lange und 2 mm dicke Streifen geschnitten und in 500 g Zucker mit 125 ml Wasser aufgekocht, bis der Zuckersirup Fäden zieht. Dann gibt man die Möhren und den Saft der Zitronen hinzu und lässt alles nochmals mehrfach aufkochen. Anschließend füllt man in vorbereitete Gläser ab und verschließt diese.

 

Aprikosen in Essig

  • 3 kg Aprikosen
  • 1 l Weinessig
  • 1 kg Zucker
  • Zimt

Die reifen Aprikosen werden geschält, halbiert und entsteint.  Ein Liter Weinessig wird mit dem Zucker aufgekocht, die Aprikosen hineingegeben und mehrfach aufgekocht. Man gibt nun die Aprikosen in vorbereitete Gläser, der Essig wird mit etwas Zimt zu einem dünnflüssigen Zuckersirup gekocht und heiß über die Früchte in den Gläsern gegeben. Diese nun sofort verschließen.

 

Birnen in Branntwein

  • 25 nicht ganz reife Birnen
  • 750 g Zucker

Die Birnen werden mit einem weichen Tuch abgewischt, mehrfach mit einer großen Nadel durchstochen und in Wasser gelegt. Nun kocht man sie auf kleinem Feuer, bis sie fast weich sind und dem Fingerdruck nachgeben. Sie werden nun in kaltes Wasser gegeben, was man jeweils nach 15 Minuten abgießt und erneuert. Anschließend gibt man die Birnen in vorbereitete Gläser. 750 g Zucker werden mit 400 ml Wasser aufgekocht, man lässt die Zuckerlösung etwas kühler werden, misst die Menge in ml ab und vermischt den Zuckersirup dann mit der gleichen Menge hochprozentigem Branntwein oder Obstbrand und übergießt die Früchte damit, wenn die Lösung erkaltet ist. Die Gläser werden verschlossen kühl gelagert.

Senfbirnen

  • 5 l Birnen
  • 10 g schwerzer Pfeffer
  • 10 Lorbeerblätter
  • 10 g Piment
  • 10 g Nelken
  • 4 Chilischoten
  • 1/2 Meerrettichwurzel, in Scheiben geschnitten
  • 1 l Wasser
  • 125 g Zucker
  • 500 ml Weinessig
  • 100 g Senfkörner

Reife, jedoch nicht völlig weiche Sommerbirnen werden ungeschält mit Stielen mit Wasser bedeckt und so lange gekocht, bis sie sich mit einer Gabel leicht anstechen lassen. Nun abtropfen lassen. Nachdem die Birnen vollständig erkaltet sind, werden sie mit den Gewürzen zusammen in einen Steintopf eng geschichtet.
Ein Liter Wasser wird mit dem Zucker aufgekocht, man gibt den Weinessig hinzu, kocht nochmals auf und lässt die Lösung abkühlen. Dann gießt man sie über die Birnen, dass sie gut bedeckt sind. In einen kleinen Stoffbeutel gibt man 100 g Senfkörner, legt dieses über die Früchte und bindet den Topf gut zu.

Erdbeeren oder Himbeeren in Rum

Man gibt die Erdbeeren mit Zucker dazwischen in ein Glas (für ein 1 l Glas 125 g Zucker), übergießt sie komplett mit feinem Rum und bindet das Glas mit Butterbrotpapier zu. Durch dieses sticht man mehrfach mit einer Nadel und stellt das Glas für mehrere Wochen an einen warmen, sonnigen Platz. Man kann auch Himbeeren verwenden.

Gewürz-Kirschen

  • 2 kg Sauerkirschen
  • 8 g Gewürznelken
  • 8 g Kubeben-Pfeffer
  • 8 g Kardamom
  • 750 ml Weinessig
  • 500 g Zucker

Die Gewürze werden grob gestoßen. Man gibt die Kirschen in einen Steintopf oder ein Glas, streut die Gewürze dazwischen. Anschließend kocht man 750 ml Weinessig zum kochen und gibt den Zucker hinzu. Nochmals aufkochen und lauwarm über die Kirschen gießt. Diese Flüssigkeit gießt man für 7 Tage täglich ab, kocht sie auf, schüttelt die Kirschen auf und gießt die Lösung wieder lauwarm über die Kirschen.

Essig-Kirschen

Man pflücke schöne große Sauerkirschen recht vorsichtig ab und beschneide die Stiele ein wenig, nehme auf 1 Kilo Kirschen 500 g Zucker, 8 Gramm gebröckelten Zimt und 4 Gramm Gewürznelken, koche dies in ein Liter Weinessig eine Weile, gieße ihn zum Abkühlen in ein Geschirr und dann, etwas
mehr als lauwarm, über die Kirschen. Nach zwei Tagen wird er abgegossen, gekocht, geschäumt und in derselben Weise wie vorher, wieder über die Kirschen gegeben, die man nuu drei Tage lang stehen läßt und hierauf uoch einmal auf dieselbe Art mit dem Auskochen, Abschäumen und Übergießen verfährt.

Essig-Kirschen – auf andere Art

Auf andere, englische Art, wische man schöne große Kirschen mit einem weichen Tuche ab und lege sie, nachdem die Stiele zur Hälfte abgeschnitten worden, in Steintöpfe oder auch in Gläser. Koche nun für 1,5 kg  Kirschen 1 Liter Essig mit 500 Gramm Zucker uud 1/4 Teelöffel Cayennepfeffer und schäume sorgfältig ab,
lasse den Essig erkalten, färbe ihn mit einem halben Teelöffel Cochenille-Tinktur, die man beim Kouditor erhält und gieße dies über
die Kirschen, binde sie zu und nach einer Woche sind sie dann zu gebrauchen.

Essig-Kirschen - dritte Art

Auf dritte Art, steine man weiße Herzkirschen aus, koche aus je 500 g derselben 125 Gramm Zucker, 70 ml Weinessig und ganz fein geschnittene Streifchen Zitronenschale einmal auf, gebe die  Kirschen hinein und lasse sie darin weich kochen. Diese Kirschen passen sehr gut zu Braten.

Kürbis-Marmelade

Man schneide den halbierten, geschälten und von Kernen und Fasern gereinigten Kürbis in 2 cm große Würfel und koche sie, ohne Wasser, eine halbe Stunde
lang. Gebe dann, zu  2,25 kg davon, 1,5 kg Zucker, 60 Gramm fein gestoßenen Ingwer und den Saft einer Zitrone und lasse es zwei Stunden lang köcheln. Anschließend in vorbereitete Gläser füllen.

 

Melone in Wein

Man nimmt dazu am besten eine nicht zu reife Netzmelone, schneidet sie, wenn sie geschält und gereinigt ist, in nicht zu kleine Stücke, trocknet sie mit einem Tuche ab und legt sie nebst zu breiten Streifen geschnittener Zitronenschale, Zimtstückchen und einigen Gewürznelken in ein Porzellangeschirr.
Koche dann Zucker, so schwer als die Melonen sind, in soviel Weißwein, daß die Melonen gut damit bedeckt werden können, auf und
gebe es über sie, gieße es andern Tags ab und dick eingekocht und erkaltet wieder darauf, welches man in den nächsten Tagen noch
einmal wiederholt, falls der Saft verdünnt wäre. Sollten die Melonen noch zu hart sein, kann man sie mit dem Zucker einmal noch aufkochen lassen.

Walnüsse

Man überzeuge sich, dass die Nüsse noch keine innere Schale haben, indem man einige durchschneidet; die schönste Zeit ist gewöhnlich einige Tage vor Johanni (24. Juni). Sie werden oben und unten ein wenig abgeschnitten, mit einem spitzigen Hölzchen auf jeder Seite, sowie auch oben und
unten durchstochen und acht Tage lang in Wasser gelegt, welches alle Tage ab und frisches daran gegossen werden muß. Dann lasse man die Nüsse in reichlichem, siedenden Wasser stark auskochen, gieße das Wasser ab und wieder frisches daran und fahre mit Abgießen und Aufkocheu so lange fort, bis man die Nüsse ohne Mühe mit einem spitzigen Hölzchen durchstechen kann, worauf man sie in frisches Wasser legt, um das Bittere vollends heraus zu zieheu und dies auch fünf bis sechs Mal erneuert.
So viele 1/2 Kilo Nüsse man hat, so viele 1/4 Kilo Zucker koche inan zu dünnem Saft - auf 1/2 Kilo Zucker etwa 1/2 Liter Wasser –  lasse die Nüsse darin, aber nicht stark aufkochen, gieße das Ganze in eine Terrine und fahre so sechs Tage laug sort. Der Saft muss aber jedes Mal kochen, ehe man die Nüsse hinein thut und diese werden jedes Mal ein wenig stärker gekocht. Das letzte Mal nimmt man sie aus dem Safte auf eine Schüssel, läßt sie kalt werden nnd
steckt in jede oben eine Gewürznelke, unten ein Stückchen Zimt und an jede Seite ein Streifchen kandierte Pomeranzenschale, wozu ma sich die Löcher mit einem Holzspieß vorbohrt. Zn dem zurückgebliebenen Safte fügt man für jedes 1/2 Kilo Nüsse noch 125 g Zucker, kocht ihn zur Perle, giebt die Nüsse hinein, läßt es zusammen noch gut durchkochen. — Wegen der umständlichen Bereitung dieser vortrefflichen, würzigen Konfitüre ist es ratsam, nicht zu kleine Portionen einzumachen

 

Walnüsse in Branntwein

Man spicke die wie vorstehend gewässerten und abgekochten Nüsse, wenn sie aus dem letzten kalten Wasser kommen und vollkommen abgelaufen sind, wie im vorigen Rezept und nehme nun auf je 500 g Nüsse 625 g Zucker, den man in Wasser gibt und aufkocht. Dann gibt man die Nüsse hinein und
kocht sie so lange, bis der Saft ziemlich dick, jedoch noch flüssig ist, setzt jetzt ab, holt mit einem kleinen Schaumlöffel jede einzelne Nuß
aus dem Safte und legt sie in die Gläser, gießt den Saft in eine Terrine, lässt ihn erkalten und fügt dann feinen Cognac oder Kirschengeist hinzu, auf zwei Löffel voll Saft einen Löffel voll Cognac oder zwei Löffel voll Kirschengeist, verrührt es wohl und gibt es über die Nüsse, welche reichlich damit bedeckt sein müssen.

Nüsse in Essig

Die wie in im vorletzten Rezept gewässerten uud abgekochten Nüsse werden mit Zmt uud Gewürznelken besteckt — zwei von jedem auf die Nuß — uud man streut dann gestoßenen Zucker — 500 g  für 500 g Früchte — auf den Boden eiues Einmachglases, gebe eine Lage Nüsse darauf und über diese
eine Lage Zucker uud wechsele so ab, bis das Glas gefüllt ist. Koche nun Weinessig, gieße ihn, erkaltet, anf die Nüsse, daß er darüber
stehe, binde das Glas zu und stelle es einige Wochen lang an die Sonne oder andere gelinde Wärme.

Nüsse in Honig

Man wässere, koche und spicke die Nüsse wie im vorigen Rezept, lasse dann für 1 Kilo Nüsse 1 Kilo Honig bis znm Kochen kommen, die Nüsse darin anskochen und stelle sie kalt. Nehme sie andern Tages heraus, koche den Honig auf, schäume ihn sorgfältig ab und lege die Nüsse hinein, setze die Kasserole aber gleich
ab und wiederhole dies uoch zwei bis drei Mal. Sollte beim letzten Aufkochen der Honig noch zu dünn sein, so füge man etwas Zucker hinzu, lege die Nüsse in Gläser und gieße den Honig darüber.

 

 

47.) Frankfurt/Oder, 1917

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Mai 312015
 

Pflanzliches Aphrodisiakum: Pflanzen, Heilpflanzen und Kräuter als Aphrodisiaka für den Spaß am Sex, stramme Potenz und erfolgeiche Empfängnis

Pflanzen als Aphrodisiakum

Der Autor gibt im Buch einen kurzen Überblick über die Geschichte der pflanzlichen Aphrodisiaka für Männer und Frauen. Insgesamt werden ca. 250 Pflanzen aufgelistet, die als Aphrodisiakum wirken. Ca. 50 Pflanzen werden dabei näher in ihren Wirkungen auf Mann und Frau beschrieben.

Pflanzen, die Lust machen

Es gibt viele Pflanzen, die der Lust auf die Sprünge helfen. Die Wirkungen sind vielfältig – manche verhelfen zu mehr Lust bei Mann und Frau, manche verhelfen zu Spannkraft, Potenz und Ausdauer. Manche wirken bei Männern, manche bei Frauen – manche erfreuen auch beide Geschlechter.
Im Buch erhalten Sie Informationen zu Wirkmechanismen und den Möglichkeiten, die Pflanzen bieten können.

Pflanzen zur Erhöhung der Fruchtbarkeit

Manche Pflanzen sollen auch die Fruchtbarkeit steigern. Dies betrifft nicht nur Männer, bei denen sie Qualität und Menge des Samens steigern sollen, sondern auch Frauen, bei denen sie die Fruchtbarkeit und die Lust auf Sex steigern sollen.

Dieses Buch gibt einen Überblick über Möglichkeiten, die die Pflanzen im Bereich Lust, Sex und Fruchtbarkeit bieten können.

Kaufen bei Amazon für 3,99 Euro

 Inhaltsverzeichnis

Vorwort. 7

Geschichte Drogen und Aphrodisiaka. 7

Grundrezepte Tinkturen, Öle, Salben, Cremes. 11

Tinkturen. 11

Tee. 13

Öle. 13

Salben. 14

Creme. 15

Homöopatische Arzneimittel 16

Verschütteln (Tropfen). 16

Unterteilung der natürlichen Aphrodisiaka. 17

Physiologisch wirkende Mittel 18

Psychologisch wirkende Mittel 18

Stärkungsmittel 19

Neurotransmitter. 19

Aphrodisiaka im westlichen Kulturkreis. 20

Aphrodisiaka und Ayurveda. 21

Aphrodisiaka und Traditionelle Chinesische Medizin. 24

Aphrodisiaka in der Homöopathie. 24

Aphrodisiaka als Behandlung sexueller Störungen bei Mann und Frau   26

Natürliche Aphrodisiaka. 27

Alstonia scholaris – Tafel-Baum.. 27

Angelica sinensis – Chinesischer Engelwurz. 29

Avena sativa – Echter Hafer. 30

Capsicum annuum  – Cayennepfeffer. 31

Crocus sativus – Safran. 33

Eleutherococcus senticosus – Borstige Taigawurzel 33

Epimedium sagittatum.. 35

Erythroxylum catuaba – Catuaba. 36

Eurycoma longifolia. 37

Ferula hermonis – Libanesisches Viagra. 38

Ginkgo biloba – Ginkgo. 39

Hypericum perforatum – Echtes Johanniskraut. 41

L-Arginine. 42

Lepidium meyenii – Maca. 43

Mandragora officinarum – Gemeine Alraune. 45

Morella cerifera – Wachsgagel 46

Ptychopetalum olacoides – Potenzholz – Muira puama. 47

Panax quinquefolius – Amerikanischer Ginseng. 48

Panax ginseng – Ginseng. 48

Pausinystalia yohimbe – Yohimbe Baum.. 49

Piper methysticum – Kava-Kava, Rauschpfeffer. 50

Polygonum multiflorum – Vielblütiger Knöterich. 51

Parinari campestris – Bois bande. 51

Richeria grandis – Bois bande. 51

Roupala montana – Bois bande. 52

Rubus idaeus – Himbeere. 53

Serenoa repens – Sägepalme. 54

Tribulus terrestris – Erz-Burzeldorn. 55

Turnera diffusa – Damiana. 56

Ayurvedische Aphrodisiaka. 58

Anacyclus pyrethrum – Mehrjähriger Bertram – Akarkarabh. 58

Asparagus racemosus – Indischer Spargel – Shatawari 59

Cantella asiatica – Indischer Wassernabel – Brahmi 60

Celastrus paniculatus – Indisches Bittersüß – Jyotishmati 60

Chlorophytum borivilianum – Safed Musli 61

Glycyrrhiza glabra – Gemeines Süßholz – Yastimadhu. 63

Mucuna pruriens – Juckbohne, Atmagupta. 64

Myristica fragrans – Muskatnuss – Malathi-phala, Jaiphal 65

Piper longum – Bengal-Pfeffer – Pippali, Maghdi 66

Pueraria tuberosa – Indischer Kudzu – Vidarikanda. 66

Tinospora cordifolia – Haarblättriger Mondsamen – Guduchi 67

Tribulus terrestris – Erd-Burzeldorn – Gokshura. 68

Vigna mungo – Urdbohne – Mash. 68

Vitex agnus-costus – Mönchspfeffer – Nirgudhi 69

Withania somnifera – Schlafbeere – Ashwagandha. 70

Zingiber officinale – Echter Ingwer – Ardraka. 72

Weitere Pflanzen-Aphrodisiaka. 72

 

 

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Mai 312015
 

Rezepte zu Butter, Saucen, Gewürzen und Ausbackteig

Für nur 2,99 Euro erhalten Sie mit diesem eBuch eine Sammlung von  Rezepten zu verschiedenen Saucen, Kräuterbutter, Gewürzmischungen und Ausbackteigen.

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Historisch kochen – Die Serie. 8

Kleine hilfreiche Rezepte. 9

1.      Mehlschwitze bereiten. 9

2.      Mehl braun anschwitzen. 10

3.      Kartoffelmehl verwenden. 10

Saucen schnell gemacht. 10

4.      Buttersauce. 12

5.      Buttersauce zu Fisch. 13

6.      Deutsche Sauce. 14

7.      Gurkensauce. 15

8.      Apfelsauce, kalt, zu Fisch oder Fleisch. 16

9.      Biersauce. 16

10.         Feine Holländische Sauce – Sauce Hollandaise. 17

11.         Holländische Sauce – Sauce Hollandaise. 18

12.         Haschee-Sauce. 18

13.         Irische Sauce. 19

14.         Kapernsauce zu Fleisch und Fisch. 20

15.         Kräutersauce zu Rindfleisch und kaltem Braten. 20

16.         Kräutersauce zu Fisch, PöKel- und Räucherfleisch. 21

17.         Mayonnaise. 22

18.         Mayonnaise, Spanische. 23

19.         Mayonnaise aus Quark. 24

20.         Meerrettichsauce zu Fisch und Fleisch. 25

21.         Meerrettichsauce, Kalte zu Fisch und Fleisch. 25

22.         Orangensauce zu Fleisch. 26

23.         Pfeffersauce zu Wild und Rind. 27

24.         Remoulade. 28

25.         Rosinen-Sauce. 29

26.         Rotweinsauce zu Fleisch und Fisch. 29

27.         Sardellensauce / Heringssauce zu Rindfleisch. 30

28.         Saure Sauce zu Fisch. 31

29.         Sauce zu Spargel, Blumenkohl usw. 31

30.         Schinkensauce zu Fleisch, Fisch. 32

31.         Senf mit Wein selber machen. 33

32.         Senf mit Essig selber machen. 33

33.         Senfbutter zu Fisch. 34

34.         Senfsauce zu Fleisch, Zunge, Fisch. 34

35.         Specksauce zu Fleisch, Fisch. 34

36.         Tataren-Sauce zu Fleisch. 35

37.         Vinaigrette. 36

38.         Weinsauce zu Fleisch oder Fisch. 37

39.         Wacholderbeer-Sauce. 38

40.         Zitronensauce zu Rind und Wild. 39

41.         Zwiebelsauce zu Rindfleisch. 39

Süße Saucen für Pudding und Dessert. 40

42.         Arak-Sauce. 40

43.         Amerikanische Sauce – Süsse Mehlspeisen. 41

44.         Hagebuttensauce, warme zu Pudding. 41

45.         Mandelsauce. 42

46.         Rotweinsauce mit Johannisbeersaft. 42

47.         Rotweinsauce mit Himbeeren. 43

48.         Schokoladensauce. 43

49.         Vanillesauce, einfach. 45

50.         Vanillesauce. 46

51.         Vanillesauce, angedickte. 47

52.         Weinsauce aus Weißwein. 48

53.         Weinsauce aus Weißwein. 48

Tipps und Tricks. 49

54.         Zutaten und Mengen. 49

Gewürze und Gewürzmischungen. 50

55.         Estragonessig. 50

56.         Estragonessig, Feiner. 50

57.         Feine Kräuter – Fine Herbes. 50

58.         Feine Trüffel-Kräuter – Fine herbes. 51

59.         Grüne Kräuter – vert de ravigote. 51

60.         Kräuter-Bouquet. 52

61.         Kräuteressig. 52

62.         Pastetengewürz. 53

63.         Senf, Gemischter. 53

Rezepte rund um die Butter. 54

64.         Braune Butter. 54

65.         Butter klären. 55

66.         Epikureer-Butter. 56

67.         Feen-Butter. 56

68.         Kräuterbutter. 57

69.         Kräuterbutter, Englische. 58

70.         Krebsbutter. 58

71.         Haushofmeister-Butter. 59

72.         Sardellenbutter. 59

73.         Senfbutter. 60

Ausbackteig. 61

74.         Ausbackteig mit Hefe. 61

75.         Ausbackteig ohne Hefe. 61

76.         Ausbackteig für Fleisch. 62

Problem alte Kochgeschirre. 62

1.      Töpfe und Pfannen aus Eisen. 62

2.      Verzinnte Eisengeräte. 63

3.      Kupfergeschirr. 63

4.      Emailliertes Eisenblech-Geschirr. 63

5.      Glasierte Töpferwaren. 64

 

 

 

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Mai 122015
 

Alte Hausmittel für Zipperlein und Gesundheit

Unser  eBook ist online!

Für nur 3,99 Euro erhalten Sie mit diesem eBuch eine Sammlung von  ca. 2000 alten Hausmiteln und ca. 250 Rezepte zu Hausmitteln wie Tee, Tinkturen, Umschläge, Kompressen usw.

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Eine kleine Leseprobe erhalten Sie mit einem Klick auf das Bild ”Alte Hausmittel”.

deckblatt-kleinDas Wissen der alten Hausmittel ist in mehr als 130 verschiedene Kapitel unterteilt, die über das Inhaltsverzeichnis direkt angesprungen werden können.

Die Rezepte vereinen das Wissen zur Volksmedizin und alter Hausmittel mehrerer Jahrhunderte!

Hier können Sie nachlesen, was Oma, Uroma und Ururoma benutzten.

Diese riesige Sammlung alter Hausmittel enthält ca. 2000 Mittel und Wege der Haus- und Volksmedizin. Diese sind in 141 Zipperlein und Krankheiten unterteilt – in jedem Kapitel finden sich Mittel, aber auch Rezepte, die für diese Zipperlein und Krankheiten gebraucht wurden. Einige dieser Mittel sind sicher jedem von uns noch bekannt – Mutti kannte sie, Oma kannte sie auch, und Uroma sowieso. Jetzt haben auch Sie die Gelegenheit, im reichen Schatz der Hausmittel zu schwelgen. Von Abgespanntheit bis Zahnschmerzen ist da alles dabei.

Ca. 250 Rezepte für Kräutertees, Salben, Tinkturen, Umschläge, Pflaster, aber auch Mittel aus der Kräuterapotheke unter Verwendung vieler Pflanzen und Heilkräuter aus der freien Natur oder auch dem Garten, die auch heute noch ihren Platz in der Phytotherapie haben, sind konkret angegeben.

Wir glauben, dass dieses Buch ein Schatz für jeden Hausmittel- und Heilmittel-Interessierten ist.
Über eine PayPal-Zahlung können Sie das Buch hier direkt als PDF-Datei für den Acrobat Reader herunterladen.

 

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Mai 072015
 

Zurek

Ein traditionelles polnisches Gericht ist Zurek – eine Suppe aus angesäuertem Roggenmehl.

Diese Suppe lässt sich “ohne alles” als einfache Suppe essen, oder aber zu Eiern servieren oder auch als Brühe zu Kartoffeln nutzen.

  • 100 g Roggenmehl
  • 500 ml warmes Wasser

Das Roggenmehl mit dem warmen Wasser übergießen, umrühren und an einen warmen Ort stellen. Die Wasser-Mehl-Brühe beginnt zu säuern (wie Sauerteig zum Brot backen auch) und nimmt ein angenehm säuerliches Aroma an.

  • 500 ml Milch
  • Suppengrün
  • 150 g Speck
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer

Das Suppengrün wird ca. 30 Minuten in Wasser oder Fleischbrühe gekocht. Anschließend das Grün entfernen und die gut gesäuerte Wasser-Mehl-Brühe sowie die Milch hinzu geben und zum Kochen bringen. Den Speck in Stücke schneiden und anbraten. Dann zur Suppe geben. Mit Salz, Pfeffer, u.U. einer Prise Zucker und Knoblauch würzen.  Zu dieser Suppe kann man gekochte Eier oder auch Kartoffeln servieren.

 

Polnisches Rezept

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Mai 032015
 

Unser neuestes eBook

Suppen aus Mehl, Brot, Bier und Wein

In diesem eBook gibt es auf ca. 70 Seiten Rezepte und Bilder rund um Suppen aus Mehl, Brot, Bier und Wein!

Suppen aus Mehl, Brot, Bier und Wein wurden in früheren Zeiten fast in jedem Haushalt gekocht.

Sie waren einfach herzustellen und benötigten nur Zutaten, die in jedem Haushalt vorhanden waren.
Oft handelte es sich um Zutaten aus der eigenen Produktion oder dem regionalen Umfeld – sie stellten preisgünstige Speise für den täglichen Bedarf dar.

Wir geben in unserem Buch einen Überblick über diese Suppen, stellen sie mit den nötigen Zutaten zum Rezept und der Herstellungsvorschrift vor.
Sie können diese Suppen einfach nachkochen und so einen Einblick in die Ernährung unserer Urahnen erhalten.

Zur Leseprobe :
Leseprobe – Suppen aus Mehl, Brot, Bier und Wein

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oder als PDF (ca. 3,5 MByte) über unsere Seite. Bei Bestellungen über unsere Seite erhalten Sie nach der Bestellung sofort einen Download-Link, über den Sie die PDF-Datei herunterladen können. Eine Bezahlung ist in diesem Falle nur über PayPal möglich.

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Mai 032015
 

eBooks von Historisch Kochen de!

Lieferbare Titel

Neuestes Buch:
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Apr 262015
 

Unser erstes eBook ist erschienen!

Kräuter Rauchen

Kräuter als Tabakersatz

Was wurde früher an Heilkräutern, Kräutern und Pflanzen als Kräutertabak oder Tabakersatz geraucht.

Für alle, die das alte Leiden nicht lassen können habe ich mal einige Informationen zum Thema Kräutertabak zusammen gestellt. Wir geben einen Überblich über mehr als 120 Pflanzenarten, die geraucht wurden und werden  und geben mehr als 25 fertige Mischungen an. Vielleicht ist es für den ein oder anderen interessant, auch eigene Experimente anzustellen. Die selbst hergestellten Kräutertabak-Mischungen sind garantiert steuerfrei.

Gekaufte Kräuterzigaretten sind teurer als Zigaretten aus “normalem” Tabak, die Preise fangen so um die 7 € für 20 Stück an, da sie wie Zigaretten besteuert werden. Wenn man dann noch davon ausgeht, dass der “Materialeinsatz” bei eigenem Garten gegen Null € geht, lohnt sich sicher die Überlegung, auch eigenen Kräutertabak zu produzieren. Einige ehemalige Raucher haben mit Kräuterzigaretten auch mit dem Rauchen aufhören können, denn wenn es mal darauf an kommt, kann man so eine Kräuterzigarette rauchen, und die füttern nicht die Nikotinsucht, so dass sie nicht die Nikotinentgiftung stören. Man kann also mal eine Rauchen, ohne sofort wieder auf dem “Trip” zu sein. Das Rauchverlangen, ausgelöst durch das Nikotin, verliert sich so nach einiger Zeit fast von alleine.

Bestellbar ist das Buch als eBook bei Amazon für den Preis von 2,99 Euro.
Sie können bei Amazon auch eine Leseprobe mit dem Inhaltsverzeichnis ansehen.

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Apr 102015
 

Hausmittel für die Gesundheit

(wird noch erweitert)

Hausmittel waren seit Jahrhunderten die erste Wahl bei Zipperlein und Wehweh. Sie repräsentieren Erfahrungen, die besonders von der Landbevölkerung im Alltag gesammelt wurden und manchmal über Generationen mündlich, aber auch schriftlich weiter gegeben wurden. Sicher repräsentieren sie nicht die Ansichten der modernen Medizin, manche dieser Hausmittel sind aber noch besser, als gar keine Hilfe.

Historisch darf man nicht vergessen, dass über Jahrhunderte auch auf die Hilfe der Mediziner und Ärzte nicht der größte Verlass war. Die heutigen Mitglieder der Zunft der Götter in Weiß, wie sie sich oft und gerne selbst darstellt, die alles weiß und gegen jedes Zipperlein ein Mittelchen der chemischen Industrie bereit hält, waren im Mittelalter noch Mitglieder der fahrenden Zunft, die auf Jahrmärkten zur Unterhaltung des Volkes versuchte, Krankheiten zu kurieren, Zähne zu ziehen oder auch die ein oder andere Operation öffentlich vor zu führen. Von der häufig durchgeführten Verabreichung des giftigen Quecksilbers leitete sich auch deren verballhornende Bezeichnung der Quacksalber ab. Auf Grund der damals unzureichenden Kenntnisse der Ärzte wurde von der Bevölkerung intensiver Gebrauch von Hausmitteln gemacht, aber auch “Hexenkünste” wie das Besprechen, Zaubersprüche und Anleihen an Magie und Mystik waren weit verbreitet – mehr Hilfe war von vielen Quacksalbern auch nicht zu erhalten.

In diesem Artikel möchte ich einige Mittelchen und Wege vorstellen, mit denen Krankheiten bekämpft wurden bzw. für mehr Gesundheit oder Lebensqualität gesorgt wurde. Vor einem Nachmachen möchte ich ausdrücklich warnen, denn viele der vorgestellten Mittel und Verfahren dürften keiner wissenschaftlichen Kontrolle standhalten, noch ist auszuschließen, dass es nicht bei Anwendung zu gesundheitlichen Schäden kommen kann. Falls bekannt, schreibe ich an das einzelne Mittelchen das Jahr oder auch den Ort, in dem sich dieses Mittelchen in der Literatur fand.

Abzesse, Geschwüre, Eiterbeulen

  • Breiumschläge aus Semmel, Milch und Safran, um ein Reifen der Eiterbeulen zu erreichen
    1852, München
  • Eine in Asche geröstete durchgeschnittene Zwiebel auf das Zentrum über Nacht binden
    1852, München
  • Einreiben mit Fichtenharzsalbe oder Tannenharzsalbe – dazu 1/2 Butter und 1/2 Rindertalg leicht erhitzen, 3 EL Bienenhonig, etwas Tannenharz oder Fichtenharz sowie paar Tropfen Leinenöl zu einer Salbe verrühren

Aphten

  • Saubere Wäsche 1852, München
  • öfter kalt spülen und Wasser trinken 1852, München

Augen mit Blutstreifen

  • rohes, noch warmes Kalbfleisch auf das Auge binden

Augenentzündung

  • 10 Quittenkerne in 100 ml Wasser ausdauernd schütteln, dann durch ein Tuch filtern. In die Flüssigkeit ein Tuch tauchen und als Kompresse aufs Auge geben.

Augenbeschwerden, Sehprobleme

  • Schöllkraut über Nacht auf die Augen binden

Augentränen

  • 15 Tropfen Augentrost-Tinktur in ein Glas Wasser, damit das Auge öfter waschen und befeuchten.

Ausschlag im Gesicht

  • Tee aus Faulbaumrinde und Hirtentäschel kochen, mit etwas Speiseöl vermischen und die bösen Stellen damit bestreichen.

Asthma, Kurzatmigkeit

  • Anistee trinken 1852, München
  • Morgens einige EL gepresster Rettichsaft 1852, München
  • vor dem Schlafen gehen ein EL geriebener Meerrettich mit Honig 1852, München
  • Morgens und Abends gestoßener gelber Senf in einer Oblate oder in Fleischbrühe oder Tee 1852, München
  • bei Anfall Hände in heißes Wasser stecken 1852, München
  • bei starkem Anfall ein Pechpflaster mit gemahlenem Pfeffer oder Senfteig (Senfmehl mit Essig) auf die Brust legen 1852, München
  • keine Federbetten verwenden 1852, München
  • kalte Umschläge auf die Brust 1852, München
  • Viel im Wald aufhalten
  • Duft von zerriebenen Fichtennadeln oder Tannennadeln inhalieren
  • Fichtenharz kauen

Auszehrung

  • Honig essen und Milch trinken
    1852, München
  • 8 EL Ziegenbutter, 4 EL Honig verrühen, Morgens und Abends 1 EL voll

Blasenentzündung

  • Tee von Birkenblättern, nüchtern getrunken
  • Meerrettich oder Brunnenkresse essen
  • vorbeugend Radieschen, Knoblauch, Gurkensamen

Blutarmut

  • im Frühjahr Salat mit Löwenzahn, Brunnenkresse, Feldsalat essen

Blutreinigung

  • 6 Hand voll Hafer, 1 Hand voll Wurzel der Wegwarte, 6 g Salpeter zusammen vermischen und mit 8 Liter Wasser auf 4 Liter einkochen. Dann einige male zur Reinigung durch ein Tuch gießen und davon morgens und abends je 2 Tassen trinken.
  • Tee zur Blutreinigung: Heidekraut, Petersilie, Brennesselwurzel, Tormentil mit Wurzel, Taubnessel mit Blüte, Tausendgüldenkraut mit Blüte zu gleichen Teilen, dann dazu je 5% Wacholder und Faulbaumrinde und 2% Baldrian. Man kann auch noch Erdbeerblätter, Himbeerblätter, Brombeerblätter, wildes Stiefmütterchen, Schlehdornblüten und Queckenwurzeln hinzu geben.
  • Lauch essen
  • Apfel reiben, mit rohem Hühnerei vermengen und wöchentlich 1 x essen
  • Rote Rüben essen

Brand

(wurde früher unspezifisch für mit Bakterien oder Viren  oder infizierte Blutungsstörungen mit Absterben des Gewebes verwendet)

  • Brot und Milch zu Brei zerkochen und in Tuch eingeschlagen auf die Wunde legen, bei Eiterung ein mit ungesalzener Butter eingestrichenes Tuch überdecken
  • Heiße Umschläge mit geschnittenem und gekochtem Gemeinen Eberwurz (Carlina vulgaris)
  • Umschläge mit kaltem Wasser, in Tücher eingewickeltem Eis oder Schnee

Dekubitus, Wundliegen

  • oft die Liegestellung wechseln
    1852, München
  • gerötete Haut oft kalt waschen
    1852, München

Durchfall

  • getrocknete Heidelbeeren kauen und essen
  • getrocknete Brombeeren
  • Tee aus Brombeerblättern
  • Tee aus getrockneten Kirschstielen, 1 EL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen
  • Reis in Wasser kochen und das Wasser trinken
    1852, München
  • Suppe aus Roggenmehl
    1852, München
  • Zimt in Milch kochen und trinken
    1852, München
  • Rot-Ulme als Tee trinken
    1852, München
  • Wurzel der Königskerze in Rotwein gekocht, lauwarm getrunken

Erbrechen

  • Salzwasser trinken
    1852, München
  • Warmes Wasser mit Butter oder Olivenöl trinken
    1852, München

Erfrierungen

  • Rüben gerieben oder faule Äpfel oder eiskaltes Sauerkraut als Umschlag
    1852, München
  • mit Gänsefett oder Hasenfett Morgens und Abends einreiben
    1852, München
  • mit warmem Branntwein waschen
    1852, München

Erfrierungen vorbeugen

  • die Glieder mit Fett einstreichen
    1852, München
  • Glieder mit Schnee oder eiskaltem Wasser abreiben
    1852, München
  • in der Kälte keine alkoholischen Getränke trinken
    1852, München
  • in Bewegung bleiben, nicht still stehen, nicht sitzen und Ausruhen, da man sonst vom Schlaf übermannt wird und darauf der Tod folgt
    1852, München
  • mit Linsensalbe behandeln – dazu braune Linsen trocknen und zerreiben. Das Linsenmehl mit Schweineschmals vermengen und abends auf die Erfrorenen Stellen streichen, am Morgen gut abwaschen
  • Umschläge aus geriebenem Meerrettich und heißem Wasser

Erkältung mit Grippalem Infekt

  • Bettruhe mit Schwitzkur, möglichst Schal um den Hals
  • 1 Zitrone in ca. 60 °C heißes Wasser geben, mit oder ohne Zucker oder Honig trinken
  • Lindenblütentee mit etwas Honig trinken
  • heißer Holundersaft mit etwas Honig trinken
  • im Frühling frische Fichtentriebe als Tee, dazu eine Hand voll Triebe mit 500 ml kochendem Wasser übergießen, 20 Minuten abgedeckt ziehen lassen und so heiß als möglich trinken
  • Salbeitee
  • Holunderblütentee
  • Schweißtreibenden Tee (je 10 g Lindenblüten, Holunderblüte, Schafgarbe, Brennessel, je 5 g Salbei, Wermut – 1 EL in 250 ml kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen) trinken und in Bett legen
  • gegen Fiebern 1 Tasse Rosinen in 2 l Wasser aufkochen und köcheln, bis diese weich sind. Über den Tag verteilt, so viel als möglich davon trinken.
  • Wadenwickel mit in lauwarmes Wasser getauchten Leinentüchern, öfter erneuern
  • Zwiebelsocke, dazu 2 Zwiebeln schälen und fein schneiden, in Butter andünsten, auf zwei Tücher geben und diese möglichst heiß an die Fußsohlen binden
  • Erkältung mit Fieber: Tee von je 10 g Tausendgüldenkraut, Schafgarbe, Schwalbenwurz, Hirtentäschel und je 5 g Ringelblume und Pappelblätter, dann 1 EL mit 250 ml kochendem Wasser 10 Minuten ziehen lassen und trinken, 2 x täglich trinken
  • Haferschleim als leichte Kost, dazu 500 ml Wasser und ca. 100 g Haferflocken aufkochen lassen und mehrere Minuten köcheln lassen. Anschließend 1 Prise Salz zugeben

Fallsucht – Epilepsie

  • 30 Minuten vor dem Anfall 1 TL in schwaches Bier eingerührte getrocknete und gemahlene Beifußwurzel mit anschließendem Schwitzen im Bett 1852, München
  • löffelweise ausgepresster Saft von Echten Labkraut
  • Prise Blüten der Wiesenkresse

Flechten

  • häufige Waschungen mit Seifenwasser
    1852, München
  • oft mit Schwefelwasser benetzen
    1852, München
  • Waschungen mit einer Abkochung von Rettigkraut oder Kleie
    1852, München
  • Waschungen mit Salzwasser
    1852, München
  • Wurzeln des Wiesen-Sauerampfers reiben und mit Butter oder Schmalz vermengt Morgens und Abends die Flechten damit einstreichen
    1852, München
  • Diät halten, überwiegend pflanzliche Kost nutzen, keine geräucherten oder stark gesalzene Speisen, weder Schweinefleisch noch Branntwein noch Bier zu sich nehmen
    1852, München

Furunkel

  • Brennnesseltee trinken
  • kein Schnaps
  • keine stark gewürzten Gerichte
  • kein Schweinefleisch
  • keine Innereien essen
  • Auflagen von Kohlblättern auf den betroffenen Stellen, dazu die Kohlblätter von der Rippe entfernen, anschließend mit dem Nudelholz weich walzen, auf die betroffene Stelle auflegen und mit einer Binde umbinden
  • mit Kamillentee baden
  • Getreidebrei mit Kamille versetzen und als Umschlag oder Pflaster auflegen
  • zur Schmerzlinderung warme und kalte Essigumschläge

Fusspilz

  • Knoblauch zerdrücken und mehrfach täglich die Knoblauchpaste aufbringen

Gallensteine

  • viel Gemüse, in Fleischbrühe gekocht, essen, Cichoren, Endivien, Petersilie, Rotkohl, Kerbel usw, dann saftige Früchte: Kirschen, Erdbeeren, Maulbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren in Menge, dazu im Frühjahr mit Honig gesüßte Molke trinken, zum Austreiben der Steine täglich 3-4 Eigelb essen
    1852, München

Gerstenkorn

  • durch ein Tuch mehrfach gefilterten Kamillentee-Kompressen auflegen
  • Warme Breiumschläge von Semmel, Milch und Safran
    1852, München
  • Ein Stück rohe Zwiebel oder Honigkuchenteig mit Zwiebeln auflegen
  • Morgens das Gerstenkorn vor dem Essen mit Spucke oder Urin betupfen

Gicht

  • Einfache Diät, keine heißen Getränke, keine stark gewürzten Speisen
    1852, München
  • viele Erdbeeren gegen die Anfälle
    1852, München
  • Tee – grüner und schwarzer gemischt, mit Honig gesüßt
    1852, München
  • Wuzelabkochung des Sauerampfer trinken
    1852, München
  • täglich Ingwer mit Milch und Zucker oder 1 TL voll gepulverten Ingwer in Milch
    1852, München
  • nach Gichtanfall Senfsamenteig auf das gichtige Glied
    1852, München
  • Lebertran von Fisch einnehmen
    1852, München

Haarwuchs fördern

  • Brennnessel-Haarkur verwenden – dazu 500 g Brennnesselblätter in 1 l Wasser und 1 l Essig aufkochen lassen und 1/2 Stunde köcheln lassen. Auskühlen lassen und zur Haarwäsche verwenden. Anschließend den feuchten Kopf mit Handtuch umwickeln und über Nacht einwirken lassen

Halsschmerzen

  • bei abnehmendem Mond mit Lindenblütentee gurgeln
  • bei zunehmendem Mond mit warmen Bier gurgeln
  • abends 1 Tasse Kamillentee in kleinen Schlucken und vorm Schlucken jeweils im Mund behalten
  • 1 Zwiebel schälen, klein schneiden und mit Zucker überstreuen. Vom Saft täglich 2 EL zu sich nehmen
  • Honig und Kandiszucker in heißes Wasser geben und in kleinen Schlucken zu sich nehmen
  • heißer Holundersaft
  • heißer Lindenblütentee
  • Umschläge mit Heublumen (alles, was so auf der Wiese wächst und blüht)
  • Umschläge mit Heu, dazu Heu in ein Tuch wickeln und im Wasserdampf in einem Topf ca. 20 Minuten dämpfen und warm um den Hals binden

Harnbrennen

  • Diät, starken grünen oder schwarzen Tee mit Milch und Zucker  mit kaltem Wasser verdünnt
    1852, München
  • Leinsamentee trinken
    1852, München
  • örtliche Milchbäder
    1852, München

Hautjucken

  • Bäder von Milch und Wasser, einreiben mit Olivenöl
    1852, München
  • waschen mit einer Essig-Wasser-Mischung
    1852, München
  • Strenge Diät, kein Fleisch
    1852, München

Heiserkeit

  • ein frisches Eigelb mit Zucker verrührt morgens nüchtern einnehmen
    1852, München
  • Knoblauch stoßen, den Saft ausdrücken, mit Honig mischen Morgens und Abends warm einnehmen
    1852, München
  • warmer Rettig- oder Rübensaft mit Zucker, teelöffelweise einnehmen

Herz stärken

  • abends Milch mit Honig trinken
  • Lehmumschläge machen  – dazu kalten Lehm ca. 1 cm dich auf die Brust schmieren und mit sauberem Tuch abdecken, nach ca. 20 Minuten abwaschen

Herzklopfen

  • Melissenblätter zerstoßen, auf die Brust legen
  • Apfelsaft über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken
  • Lavendelblüten mit Zuckerwasser übergießen und löffelweise einnehmen

Husten, Heiserkeit, verschleimte Bronchien

  • Meerrettichsaft mit Weinessig vermischt, je Stunde 1 TL
  • Huflattich, im Mai gesammelt als Tee
  • 1 Zwiebel schälen, klein schneiden und mit Zucker überstreuen. Vom Saft täglich 2 EL zu sich nehmen
  • mehrere Tropfen Sonnenblumenöl, ca. 1 Stunde nach der Mahlzeit
  • Radieschen aushöhlen, darin Honig füllen und ca. 6 Stunden in einen Topf geben. Die Flüssigkeit 3x täglich 2 TL zu sich nehmen
  • Radieschensaft mit Honig – dazu Radieschen fein reiben, mit Honig vermengen, über Nacht stehen lassen und dann abseihen. Davon 3x täglich 2 EL zu sich nehmen
  • vorbeugend Lakritze
  • Zwiebelsud – dazu 1 Zwiebel schälen, mit 1 l Wasser ca. 20 Minuten köcheln lassen und 3 EL Honig zugeben. Schlückchenweise heiß trinken
  • 2 Zwiebeln schälen, klein schneiden, in Fett anbraten und mit dem Fett Hals, Brust und Fußsohlen einreiben. Anschließend mit Schal und Socken ins Bett zum Schwitzen

Hühneraugen

  • mehrfach täglich mit Knoblauch einreiben
  • einreiben mit einer Schwarte, von der das Fett entfernt wurde
  • aufbinden einer Schwarte, von der das Fett entfernt wurde
  • kleines Stück Speck auf dem Hühnerauge mit Pflaster fixieren, später den Speck im Garten vergraben, ist er verrottet, ist auch das Hühnerauge weg. Sagt man.
  • Pflaster von geriebener Zwiebel und etwas Salz – das Hühnerauge wird davon weich und lässt sich nach einigen Tagen leicht herauslösen

Insektenstiche

  • bei Bienenstich die Biene auf der Einstichstelle zerquetschen
  • Stachel mit Pinzette oder Fingerspitzen herausziehen
  • Bienenstich mit Speichel oder Urin einreiben
  • bei Wespenstich oder Bienenstich: Salzwasserkompresse oder frisch gequetschte Petersilienblätter oder Eiweiss oder Öl oder Honig, oder nasse Erde, nassen Ton, nasser Lehm, Zwiebelsaft aus dem Stängel gepresst, Saft aus Klettenblättern, Salbeiblätter
  • bei Ameisenbissen: nasse Erde
  • Mückenstiche: mit  Zitronensaft einreiben
  • Spinnenstiche: mit Öl einreiben
  • Skorpionstiche: mit Öl einreiben, mit Essig und Wasser waschen
  • Kuhmist auf die Stelle reiben – lindert den Juckreiz und verhindert das Anschwellen

 Keuchhusten

  • schleimige Getränke geben
  • Zwiebelsaft in die Fußsohlen einreiben
  • Knoblauchsaft mit Schweinefett vermischt auf Rücken und Magen einreiben
  • strenge Diät
  • oft Durchlüften der Zimmer

Kinderprobleme

  • zur Stärkung gute Muttermilch geben
    1852, München
  • Auffüttern, aufpäppeln: bei schwacher Muttermilch oder verhindertem Säugen: mit etwas Zucker gekochte mit Wasser verdünnte Kuhmilch aus einer Saugflasche anbieten. Gries, Weißbrot oder Reis, Grütze mit Milch oder Fleischbrühe gekocht anbieten, statt Milch lauwarme Molke oder 1/3 entrahmte Kuhmilch mit 3/4 Hafergrützschleim geben.
    1852, München
  • Unruhe: warm baden und zur Mutter ins Bett legen
    1852, München
  • Wund sein: Bäder von abgekochter Kleie;: zerriebene Mohrrüben dauernd auflegen
    1852, München
  • Augenliedentzündung: Schwämmchen in starkem Aufguss von Holunderbeeren tauchen und auf die Augen legen
    1852, München
  • Mitesser: mit Honig bestreichen, dann mit Seife abwaschen
    1852, München
  • Kolik: 1 TL zerstoßenen Anis mit heißem Wasser aufgegossen zu trinken geben; Bauch mit warmer Hand massieren; Klistier mit Kamillentee oder Haferschleim
    1852, München
  • Einnässen: Kind in der Nacht ein mal aufwecken und zur Toilette führen; Eichenlaubwasser trinken lassen
    1852, München
  • Ausfluss, stinkender, aus den Ohren: Schwamm in Kamillentee tauchen und auf die Ohren drücken; dazu Eichelkaffee trinken lassen
    1852, München
  • Stuhlgang säugender Kinder fördern: Haferschleim mit Honig geben
    1852, München
  • Dörrsucht (Anschwellen des Bauches bei Abmagerung des übrigen Leibes) Brust einer gesunden Mutter oder Amme geben; Kuhmilch mit kräftiger Rindfleischsuppe vermischen; Eichelkaffee
    1852, München
  • Englische Krankheit (Rachitis):
    • Bewegung in frischer Luft, Bäder, Fleischkost, Eichelkaffee;
    • täglich morgens ein mit Wasser und Milch verrührtes Eigelb geben;
    • Malzbäder;
    • Lebertran für 3-4 Wochen geben
    • keine Federbetten verwenden
  • Herzgespann (Anwachsen) – ist wahrscheinlich Unruhe bei kleinen Kindern auf Grund von Blähungen
    Brunnenkresse in frischem Schweinefett rösten, damit Leib, Seiten und unterste Rippen öfter warm einreiben; oder Herzgrube und Fußsohlen mit weißem Gänsefett salben
    1852, München
  • Milchschorf (Ansprung): mit ungesalzener Butter bestreichen; Seebäder; Bad in Salzwasser (ca. 120 g Salz in 10 l Wasser)
    1852, München

Kopfgrind, Milchschorf

  • Waschen mit lauwarmem Wasser
  • Waschen mit Salzwasser
  • Einschmieren mit Salbe aus Fett und Kohlenpulver
  • mit Olivenöl bestreichen und Weißkohlblättern bedecken
  • Wacholderbeeren zerstoßen, aufkochen und mit Schmalz ein Pflaster aufbringen

Krampfadern (Blutadergeschwulst)

  • mit Branntwein einreiben
    Riga, 1805
  • mit Mohnsaft einreiben
    Riga, 1805
  • an den Füßen umwickeln mit Leinen, Flanell, Schnürstrümpfen aus Leder oder Hundefell
    Riga, 1805
  • Diät halten
    1852, München
  • Bäder und Güsse mit kaltem Wasser
    1852, München

Kratzer und Hautabschürfungen

  • mit Wasser Säubern und mit Melkfett oder Schmalz oder geklärter Butter einreiben

Lungenleiden

  • Tee aus Birkenblättern
  • Lindenasche in Milch – dazu ca. 10 cm Zweigspitzen vom Lindenbaum sammeln und verbrennen lassen, so dass nur schwarze Kohle übrig bleibt. Diese wird gerieben und 3x täglich je eine Messerspitze davon in 1 Glas Milch eingenommen

 Magengeschwür, Gastritis

  • nicht rauchen, kein Alkohol, kein Kaffee
  • Weißkrautsaftkur über 2 Wochen, dazu  ca. 300 ml Weißkrautsaft über den Tag verteilt trinken
  • Leinsamen über Nacht einweichen, täglich morgens und abends je 1 EL voll zu sich nehmen, jedoch 8 Tage eine Pause einlegen

Magenkatarrh mit Fieber

  • Brechmittel geben
    1852, München
  • dünne, schleimige Suppen oder Wassersuppen essen
    1852, München
  • keine alkoholischen Getränke
    1852, München
  • Wasser trinken
    1852, München

Magenkrämpfe

  • Tee aus Schafgarbe oder Fenchel trinken
  • mehrmals täglich 1 EL Milch trinken und warmes Öl auf den Magen reiben
  • einige EL Leinöl essen

Magenschmerzen

  • wollene Bauchbinde, immer warm halten
  • Quarkumschläge
  • Quark täglich essen
  • Kümmeltee, Fencheltee, Anistee, Kamillentee, Salbeitee
  • Zwiebeltinktur
  • Kümmelsamen kauen
  • Wärmeflasche, heißer Stein, warmes Kirschkernsäckchen auf den Magen
  • Leinensäckchen mit Hafer auflegen – dazu den Hafer leicht anfeuchten, anwärmen und in das Säckchen geben
  • Tee von Schlehenblüten, Holunderblüten oder Pfefferminze

Magen, verdorbener

  • schwarzen Kaffee ohne Milch und Zucker trinken
  • Zuckerwasser trinken
  • ein Gläschen Kirschgeist trinken
  • Gurkenwasser von Salzgurken oder Gewürzgurken trinken
  • Eichelkaffee trinken

Magen, aufstoßen

  • eine süße, geschälte Mandel essen

Mandeln, angeschwollen oder eiternd

  • Honigkuchen in heißer Ziegenmilch auflösen, teelöffelweise trinken
    1852, München
  • bei eiterigen Mandeln mit einer in Öl getauchten Feder, die man in den Hals einbringt, Brechen erregen, damit die Vereiterung aufbricht
  • kühlende Umschläge um den Hals

Migräne

  • Meersalz mit Eiweiß verreiben und auf Stirn und Schläfe legen, Füße warm halten
  • Tasse starken Kaffee oder grünen Tee trinken
  • Tabak schnupfen
  • Zitronenschale im Durchmesser von ca. 2 cm rund ausschneiden, alles weiße abschneiden und mit feuchter Seite auf die Schläfe kleben, wo es bald einen roten Fleck zieht und juckt, wobei die Migräne verschwinden soll
  • ein frisches Kohlblatt auf die Stirn binden
  • eine Brotrinde in Essig tauchen und auf die Stirn binden
  • Essig warm machen und mit Seife vermischen, damit waschen

Muttermal

  • aus der Borretsch-Wurzel das Herz bzw. Mark nehmen, welches in der Mitte einen weißen Strich bildet, in Weinessig einweichen, einen Schwamm eintunken und öfter auf die Flecke halten

Nabelbruch

  • 1/2 Muskatnuss oder Walnuss passender Größe mit großem Heftpflaster auf den Nabel befestigen

Nasenbluten

  • aus Watte und Feuerschwamm einen Pfropf bilden, diesen in Essig tauchen und das blutende Nasenloch damit verstopfen
  • ein Stück Speck in das Nasenloch stecken
  • Birkenschwamm brennen und pulvern und dieses schnupfen
  • Wasser in die Nase ziehen
  • kalte Umschläge in den Nacken oder auf die Geschlechtsteile
  • kalte Fußbäder machen

Ohrensausen, Tinnitus

  • Ohren mit dem Ohrlöffel reinigen
  • Baumwolle in das äußere Ohr stecken und mit Zwiebelsaft beträufeln
  • Fußbäder mit Asche

Ohrenschmerzen

  • Wasserdampf in das Ohr steigen lassen
  • Dämpfe von heißem Holundertee ins Ohr steigen lassen
  • tägliche einige Tropfen Öl von süßen Mandeln oder lauwarme Milch ins Ohr tröpfeln

 

Pickel im Gesicht

  • Morgens vor dem Essen mit frischer Spucke oder frischem Urin betupfen

Regelblutung, zu geringe

  • Tee aus Schafgarbe trinken

Regelblutung, zu starke

  • Tee aus Eichenrinde in kleinen Schlucken trinken, dazu ein Stück trockene Rinde in 0,5 l Wasser kurz auskochen und abkühlen lassen

 Regelblutung, unregelmässige

  • regelmäßig Wermuttee trinken

Quetschungen

  • Umschlag mit Essig oder Apfelessig für ca. 1 Minute, dann mit Arnika-Tinktur einreiben
  • Umschlag mit Wein oder Branntwein
  • Umschlag aus Melisseblättern und Roggenbrot - dazu beides mit etwas Essig vermengen, so dass ein dicker Brei entsteht und auf die Stelle auftragen
  • bei starken Quetschungen Ansetzen von Blutegeln

 

Scheidenpilz

  • Quarkbinde in der Unterwäsche tragen oder Quark einführen

Schlucken, Aufschlucken

  • Atem anhalten
  • ein Gläschen Rum trinken
  • kaltes Wasser in kleinsten Schlückchen trinken, ohne zu atmen
  • etwas Zitronensaft oder Essig trinken

Schnittwunden

  • Messerschnitt im Finger in Salz oder Paprikapulver tauchen
  • um den Blutfluss zu stoppen: Watte in heißes Wasser tauchen und auf die Wunde drücken
  • kleine Schnitte an Finger oder Hand mit eigenem Urin behandeln (fällt Männern sehr leicht – draufpieseln)
  • mit möglichst noch warmer Arnika-Fichtensalbe behandeln – dazu 2 EL Butter mit 3 zerriebenen Arnikablüten, einem haselnussgroßen Stück Fichtenharz oder auch Tannenharz und einigen Kamilleblüten erhitzen.
  • mit Tannenhartsalbe behandeln – dazu etwas Tannenharz im Topf aufkochen, die Flüssigkeit weg schütten und den Bodensatz mit Öl 1:3 vermischen.
  • ein Leinentuch in Sauerkrautsaft tunken und auf die Wunde binden, mehrfach wechseln.

Schnupfen

  • ausschnauben und tief durch die Nase ein- und ausatmen
  • Kamillendampfbad – dazu Wasser aufkochen lassen und dann eine Hand voll Kamillenblüten einstreuen. So heiß als möglich den Kopf drüber halten und mit einem Handtuch Kopf und Topf abdecken. Überwiegend durch die Nase atmen. Dies macht man 3x täglich und kann auch etwas Arnikatinktur mit in das Wasser geben
  • Mund und Nase mit Holunderwasser spülen – dazu 2-3 Hand voll getrocknete Holunderblüten in 1 l Wasser geben, aufkochen lassen, etwas ziehen lassen, abseihen und in das Wasser noch einen Schuss Essig geben.
  • Fencheltee trinken
  • Huflattichtee mit etwas Honig trinken

 Sodbrennen

  • 2 frische Eicheln schälen und essen
  • 2 getrocknete gemahlene Eicheln essen
  • 1 Gläschen Enzianbranntwein

Sonnenbrand

  • Quarkumschläge
  • Lehmumschläge

 

Unruhiger Schlaf, Schlechte Träume

  • mit stark erhöhtem Kopf schlafen
    1852, München
  • abends ein Glas Zuckerwasser trinken
    1852, München
  • auf Fleischkost verzichten
    1852, München

 Verbrennung, kleinere

  • mit Mehl bestäuben und verbinden, nach einiger Zeit die verbrannte Haut mit Arnikatinktur säubern
  • geschlossene Brandwunden mit einer halbierten Zwiebel einreiben

Verstopfung

  • 6 Dörrpflaumen und 6 getrocknete Feigen 15 Stunden in wenig Wasser weichen, das Obst vor dem Schlafen gehen essen und das Wasser am folgenden Tag schlückchenweise trinken
  • Zäpfchen aus Kernseife
  • getrocknete Pflaumen essen

Warzen

  • Nacktschnecken überlaufen lassen
  • Schwarze Johannisbeeren auf den Warzen zerdrücken

 

Wechseljahre, Beschwerden

  • Tee aus Schafgarbe oder getrockneten Wacholderbeeren trinken
  • viel Gemüse und Milchprodukte genießen, auf Fleisch, Schokolade, Kaffee, Zucker verzichten
  • viel Bewegung, möglichst an frischer Luft
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Apr 092015
 

Zucker in Europa

Zucker bzw. Süßstoffe waren in Europa bis vor nicht allzu langer Zeit gesuchte Stoffe, die sehr teuer gehandelt wurden. Erst mit dem Aufkommen des Rübenzuckers wurde Zucker in Deutschland und Europa ein bezahlbares Nahrungsmittel. Dieser setzte sich ausgehend von England über Frankreich und Deutschland als Süßungsmittel durch und ließ die Preise für den bis dahin weit verbreiteten und genutzten Rohrzucker purzeln. Man darf nicht vergessen, dass Zucker in der Ernährung eine wichtige Rolle spielte, denn er war sehr energiereich und wurde auch zur Konservierung, besonders von Obst und Säften, intensiv genutzt. Er wurde zu Sirup verarbeitet, in die das Obst eingelegt wurde, was dessen Haltbarkeit erhöhte. Auch zum Backen und Süßen wurde es verwendet. Als Süßungsmittel für Getränke setzte sich Zucker erst mit der großen Verfügbarkeit von Tee und Kaffee durch.

Aber, was wurde so zum Süßen verwendet, bevor der Rübenzucker bzw. Kristallzucker seinen Siegeszug (teilweise auch zum Schaden der Gesundheit und Zähne) angetreten hatte?

Süßungsmittel in alter Zeit

Honig

Der klassische Stoff, der zum Süßen von Lebensmittel, Backwaren und zur Konservierung verwendet wurde, war der Honig. Er war relativ preiswert, in bäuerlicher Umgebung verfügbar und auch mit Hausmitteln beschaffbar. Der Honig war über Jahrtausende der am meisten verwendete Süßstoff in Europa und auch Tausch- und Handelsobjekt der alten Zeiten. Bis 1850, dem Siegeszug des Rübenzuckers, hatte die Imkerei einen ganz anderen Stellenwert inne. Überall wurde intensiv geimkert, nicht das Sicherstellen der Bestäubung in der Landwirtschaft – wie in der heutigen Zeit – war das Ziel, sondern die Menschen hatten es (fast) nur auf Honig und Wachs abgesehen, denn beide Produkte waren für jeden Haushalt wichtige Güter. Auch der Met, der seine Hochzeit bis in das Mittelalter hatte, war ein sehr beliebtes Getränk. Für die Jahre vor 1900 liegen mir keine Zahlen vor, jedoch ist auch ab 1900 noch ein starker Verfall und Niedergang der Imkerei zu erkennen. Im Jahr 1900 wurden in Deutschland ca. 2.600.000 Bienenvölker gezählt, im Jahr 2014 waren es noch ca. 600.000. Bienenvölker stellten für die damaligen Imker als Unternehmer auch einen großen Wert dar – um 1500 wurde ein Bienenvolk mit einem Wert von 3 Gulden gehandelt. Im Vergleich dazu kostete eine Kuh 5 Gulden. Bis ins 18. Jahrhundert beschäftigten sich spezielle Zeidlergüter mit der Bewirtschaftung der Zeidelweide, d.h. der Bewirtschaftung der Wälder mit dem Ziel der Honig- und Wachsproduktion in sog. Waldbienenwirtschaften. Die Einnahmen überstiegen nicht selten alle anderen Einnahmen, die aus der Waldbewirtschaftung gezogen wurden. Im 19. Jahrhundert ging dann auch die Waldbienenbewirtschaftung nieder. Grund dafür war jedoch nicht allein der Rübenzucker, sondern der Mangel an großen und geeigneten Bäumen. Die Zeidler legten im Baumbestand an den Bäumen für die wilden Honigvölker Bruthöhlen an, in denen sich die schwärmenden Bienenvölker einnisteten. Durch die Anlage der Höhlen kam es zum Absterben der Bäume, die nicht in notwendiger Menge und Größe nachwuchsen. Das Fällen entsprechender Zeidlerbäume war strengstens verboten, auch wenn die Bäume schon tot waren.

Ahornsirup

Eigentlich ein Produkt aus Kanada und den USA, gab es auch in Europa und Deutschland Betriebe, die sich mit der Gewinnung von Ahornsirup beschäftigten. Jedoch ist eine Gewinnung in Deutschland nicht mehr konkurrenzfähig, weshalb nur noch auf importierten Ahornsirup zurück gegriffen wird. Ahornsirup war in Amerika schon zu Zeiten der Indianer Nahrungsmittel. Von den Indianern wurde regelrecht die Zeit herbeigesehnt, bis der Ahornsirup fließt, da sie sich in der Zeit fast ausschließlich von bis zum Trockenen eingekochten Ahornsirup ernährten. Gewonnen wird Ahornsirup zur Jahreszeit, in der noch einige Wochen Nachtfrost herrscht, aber die Tagestemperaturen schon deutlich über 0 °C sind – was zu Anfang und zum Ende des Winters gegeben ist. Früher wurden die Bäume angebohrt oder angeritzt und man wartete passiv, dass der Baumsaft austrat und fing ihn auf. Mittlerweile, seit ca. 1970 wurde das Verfahren rationalisiert, in dem die Bäume über Plastikschläuche an eine Melkmaschine angeschlossen werden, die mit einem Unterdruck den Saft aussaugt. Der gewonnene Saft wird über Trennverfahren und anschließendes Eindampfen konzentriert. Aus 70 Liter Saft, der den Bäumen pro Jahr abgezapft wird, werden ca. 2 Liter Ahornsirup gewonnen.

Birkensaft

Birkensaft wurde auch in Europa, speziell in Schottland, Skandinavien, dem Baltikum, Polen und Russland intensiv genutzt. Auch für Deutschland war die Nutzung von Birkensaft bis in das 19. Jahrhundert sehr intensiv. Er wurde auch allein oder unter Zusatz von Hefe,  Honig, und Gewürzen zu Birkenwein vergoren, der in manchen Regionen qualitativ mit Champagner verglichen wurde. Auch gab es Bestrebungen, den Birkensaft zu konzentrieren und als Süßungsmittel zu verwenden, die sich i.d.R. jedoch als schwierig erwiesen, da er nur einen Zuckeranteil von ca. 1 Prozent besitzt. Aus der Rinde der Birke lässt sich auch der Zuckeraustauschstoff Xylit gewinnen.

Kartoffelzucker

Der Kartoffelzucker wird aus der Kartoffelstärke hergestellt. Kartoffelzucker wird auch heute noch in großen Mengen hergestellt, da Dextroseprodukte und auch Traubenzucker i.d.R. aus Kartoffelstärke gewonnen werden. Auch andere Stärken wurden mit verdünnter Schwefelsäure gekocht, um Zucker zu erhalten. Dazu wurden auch Getreide, Pflanzenfasern wie Leinen oder auch Holzfasern verwendet. Manchmal wurde dieser produzierte Zucker dann verwendet, um andere Zucker wie Rohrzucker und Sirupe zu verfälschen oder zu strecken.

Zucker aus Obst

Süßes Obst wie Birnen und Äpfel wurden verkocht und der entstehende Saft zu Zucker eingekocht.

Hirsesirup

Aus der Zuckerhirse lässt sich Zuckersirup gewinnen, da die Halme zwischen 7 und 15 % Saccharose enthalten. Die Gewinnung erfolgt ähnlich wie beim Zuckerrohr, die Halme werden geerntet und gepresst. Anschließend wird der Rohsaft, der bis zu 30% Zucker enthält, eingedickt bzw. eingekocht. Auf Grund des hohen Saccarosegehalts kann der Zucker nicht richtig auskristallisieren, weshalb meist der Sirup verwendet wird.

Queckensirup

Die Wurzeln der von Gärtnern nicht gerade geliebten Quecken besitzen einen hohen Zuckeranteil, weshalb historisch aus diesen ein Zuckersirup gewonnen wurde. Dazu wurden die Wurzeln mit etwas Wasser verkocht und der abgeseihte Saft dann eingekocht.

Zucker aus Bärenklau

Auch Bärenklau wurde zur Zuckergewinnung genutzt. In manchen Gegenden Russland wurden dazu die Stängel gesammelt, diese geschält, das erhaltene Mark getrocknet und ausgeklopft. Gerne wurden daraus auch alkoholische Getränke vergoren.

Kastanienzucker

Auch aus Esskastanien wurde Zucker gewonnen. Dazu wurden die Kastanien geschält, zerstoßen, die Häutchen durch Aufschwämmen in Wasser entfernt. Anschließend werden sie in Wasser ausgelaugt und die Wasserlösung eingekocht.

Maiszucker

Die Gewinnung von Zucker aus den Stängeln von Mais war schon den Indianern bekannt. Die Gewinnung geschah ähnlich wie bei Zuckerrohr oder aus auslaufendem Saft. In Europa hat sich die Produktion von Maiszucker nicht durchsetzen können.

Milchzucker

In einigen Regionen kann mindestens seit dem 17. Jahrhundert die Gewinnung von Milchzucker nachgewiesen werden. In der Schweiz wurde er z.B. folgendermaßen gewonnen: Man rahmt die Milch ab, bringt sie mit Lab zum Gerinnen und seiht sie durch Leinwand. Die klare Molke wird auf kleinem Feuer bis Honigdicke eingekocht. Es wird zu Tafeln gegossen und ausgekühlt, wobei es so fest wird, dass es sich schneiden lässt. Das ist dann der Milchzucker in Tafeln. Falls man kristallisierten Milchzucker möchte, löst man die Tafeln in Wasser, klärt die Lösung mit Eiweiß, kocht ein, bis man einen Sirup erhält und lässt diesen auskristallisieren. Der erhaltene Milchzucker ist gelblich, kann durch mehrfache Wiederholung jedoch weiß werden. Möchte man von vorn herein weißen Milchzucker, wird der Milch auch direkt Alaun zugesetzt.

Palmzucker

Auch aus Palmen lässt sich Zucker gewinnen, der auch in Afrika und Asien seit Jahrtausenden genutzt wird. Dazu wird der Saft eingekocht, so dass Sirup erhalten wird, der zu Zucker auskristallisiert werden kann. Der meiste in den Tropen gewonnene Palmensaft wird jedoch sofort zu alkoholischen Getränken vergoren. Der Saft wird entweder durch Ritzen oder anbohren des Stammes gewonnen, oder durch Anschneiden der Blütenstände, nachdem sie vorher mit einem Holzscheid weich geklopft wurden. Dazu werden die Blüten oberhalb der Verletzung abgeschnitten und an der Schnittstelle ein Gefäß zum Auffangen angebracht. Der Zuckergehalt des Safts liegt zwischen 10 und 20 Prozent. Ein Hektar Palmen kann jährlich bis zu 20.000 kg Zucker liefern.

 

 

 

 

 

 

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Apr 042015
 

Warmbier war im Norden Deutschlands sehr verbreitet. Noch in den 1980er Jahren gab es in Mecklenburg viele Restaurants, die einen Tauchsieder hinter der Theke bereit hielten, um das Warmbier schnell ihren Kunden herstellen zu können. Ob man darauf steht, ist sicher Geschmackssache…

  • 1 l Braunbier
  • 100 g Zucker
  • 1 Stück Zimt
  • Zitronenschale
  • 4 Eigelb
  • Milch

Man kocht 1 l Braunbier mit 100 g Zucker, einem Stück Zimt und etwas Zitronenschale auf, rührt 4 Eigelb mit Milch klar, gießt dieses durch ein Sieb und zieht das Bier damit ab. Man kann auch etwas Ingwer daran geben.

46.) Lübeck, Norddeutschland, 1902

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